<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900</id><updated>2012-03-08T09:44:28.656+01:00</updated><category term='Sprechen'/><category term='Lesen'/><category term='Was mit Medien'/><category term='Unterwegs'/><category term='Volkskunde'/><category term='Abseits'/><category term='Werte'/><category term='Menschheit'/><category term='Führung'/><category term='Trauer'/><category term='Volk'/><category term='Geld'/><category term='Zukunft'/><category term='Konzoom'/><category term='Technik'/><title type='text'>Rawels Flaschenpost</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>65</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7784406325174343424</id><published>2012-03-07T09:00:00.000+01:00</published><updated>2012-03-07T09:00:56.443+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzoom'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geld'/><title type='text'>Nur das Zuckerbrot als Peitsche?</title><content type='html'>Nur zaghaft erst beschritten ist der Weg, die Menschen durch Steuern zu bessern.&lt;/br&gt; Tabak- oder Alkoholsteuer setzen schon lange darauf, dass das Gute im Menschen vor allem der Geiz ist. Er soll weiter zur Leittugend des persönlichen Handelns abgerichtet werden. Abgaben auf Fett und Zucker &lt;a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,819702,00.html"&gt;werden diskutiert&lt;/a&gt;. Das Steuerparadies der Zukunft heißt Gurke. Vielleicht muss man auch bald zur Steuererklärung auf die Waage und wird nach dem Body Mass Index, wie es so schön heißt, veranlagt.&lt;/br&gt;Nun ist allerdings wissenschaftlich &lt;a href="http://www.mentalmed.de/blog/categories/5-Stresskrankheiten"&gt;erwiese&lt;/a&gt;n, dass auch Stress krank, ja sogar dick macht. &lt;/br&gt;Da nun wiederum empfinde sicher nicht nur ich das Auferlegen immer neuer Steuern durchaus als Stress.&lt;/br&gt; Auch Politik kann krank machen!&lt;/br&gt;Also müsste in logischer Konsequenz jeder Politiker hoch besteuert werden, der den Bürger aufregt. &lt;/br&gt;Längst sind ja nicht alle Führungskräfte so psychotherapeutisch begabt wie Angela Merkel, welche mit sedierenden Statements die seismischen Wellen noch des stärksten finanzpolitischen Bebens abfängt. Wolfgang Schäuble hingegen beeinträchtigt gerade den Gesundheitszustand der ohnehin zu wenigen Bundesfreiwilligen, indem er ihnen &lt;a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/trotz-freiwilligendienst-zur-kasse-gebeten-schaeuble-will-steuer-fuer-wehrdienstleistende-und-bufdis_aid_721362.html"&gt;droht&lt;/a&gt;, die mageren 330 Euro Monatsbezug auch noch zu - besteuern.&lt;/br&gt;Die Kröten holte er mit einer Stressteuer um ein Mehrfaches ein! Auch andere Nervende sind da doch mächtig veranlagt wie etwa die Werbewirtschaft. Die Verkehrspolizei. Die Bahn...&lt;/br&gt;Im Prinzip gilt die Faustregel: je mehr es gibt, das die Gesundheit belastet, desto voller wird die Staatskasse!  &lt;/br&gt;Wir dürfen nur nicht genesen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7784406325174343424?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7784406325174343424/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/03/nur-das-zuckerbrot-als-peitsche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7784406325174343424'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7784406325174343424'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/03/nur-das-zuckerbrot-als-peitsche.html' title='Nur das Zuckerbrot als Peitsche?'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-3120159499560296913</id><published>2012-03-05T15:34:00.000+01:00</published><updated>2012-03-05T15:34:34.095+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Was mit Medien'/><title type='text'>Urheberrechtliche Urgesellschaft</title><content type='html'>Seit dem 30-jährigen Krieg hat es kein so chaotisches Schlachtfeld gegeben wie beim Streit um das Urheberrecht im Internet.&lt;/br&gt;Die Heerscharen der neuen Religion, die da verkündigt, dass das Gute kostenlos zu sein hat, überwerfen sich mit denen, die Gutes kostenlos geben, weil ihnen nichts eingefallen ist, wie sie das Gute gut verkaufen können. &lt;/br&gt;Vermitteln soll einer, der (oft bewiesen) nun gar keine Ahnung mehr von der Sache hat: der Staat. Er soll nun eine Abgabe dort eintreiben, wo das Verschenkte weiterverschenkt wird. Er tritt auf als Saubermacher nach der verlaglichen Inkontinenz.&lt;/br&gt;Bizarre Szenen spielen sich ab im Kampf um die so raren Inhalte. Freiheitskämpfer schlagen sich plötzlich &lt;a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/05/schwarzer-tag-fur-das-urheberrecht-boni-fur-presseverlage/"&gt;auf die Seite von Monopolisten&lt;/a&gt;! Denn sollte Google News künftig Abgaben zahlen, träfe dies womöglich auch den kleinen Blogger von nebenan. Also stehen die Gratisgläubigen fest an der Seite jener, welche die Kostenlosigkeit predigen. Die Google-Aktie freut sich gewiss über den Beistand.&lt;/br&gt;Der Urheber selbst kommt im Streit um das Urheberrecht übrigens überhaupt nicht vor.Für ihn heißt es: ein Mal bezahlt ist für immer bezahlt.&lt;/br&gt;Der Autor, journalistisch vielleicht noch ausgebildet, ist dabei immer weniger in der Lage, im Rahmen der gebotenen Zeit und Bezahlung zu zeigen, wie Qualität aussieht. Die Gratiskonsumenten glauben daher bereits, dass junk food Qualität ist, weil sie nichts anderes mehr weder kennen noch wollen. Denn Gratiskultur und Massenverblödung sind ideale Geschwister.  &lt;/br&gt;Aber, aber, so ruft nun ein Leser dieser Zeilen und tropft mir Schmeicheleien ein, ist es denn keine Qualität, welche du hier bietest ohne jegliche Bezahlung (nicht einmal durch Beteiligung an Google-Anzeigen, wie es die meisten der Damen und Herren Internet-Freiheitskämpfer treiben)?&lt;/br&gt;Die Antwort ist einfach. So blöd zu sein, ist nur ein Hobby.&lt;/br&gt;Zu beißen wohl, aber zu essen gibt es im Internet von heute nichts.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-3120159499560296913?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/3120159499560296913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/03/urheberrechtliche-urgesellschaft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3120159499560296913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3120159499560296913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/03/urheberrechtliche-urgesellschaft.html' title='Urheberrechtliche Urgesellschaft'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-5725066663399054047</id><published>2012-03-01T10:46:00.000+01:00</published><updated>2012-03-01T10:46:21.458+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Abseits'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volkskunde'/><title type='text'>Weiße Nächte, dunkle Birnen</title><content type='html'>Eine folgenreiche Theorie hat das &lt;a href="http://www.tagesschau.de/ausland/homosexuellerussland100.html"&gt;St. Petersburger Stadtparlament&lt;/a&gt; aufgestellt. Nach den sexualwissenschaftlichen Erkenntnissen der Abgeordneten können Homo-, Bi- und Transsexuelle durch die Propaganda ihrer Lebensweise einen schädlichen Einfluss auf die Jugend ausüben.&lt;/br&gt;Wenn diese These stimmt, und warum sollen Kommunalpolitiker, die sich um Straßenbau und Müllabfuhr kümmern, nicht nebenbei auch exzellente Sexualwissenschaftler sein - wenn diese These stimmt, bedeutet dies in (politikfremder) Zu-Ende-Denkung, dass Menschen durch Propaganda ihre sexuelle Orientierung bestimmen. &lt;/br&gt;Klare Sache, Genossen. Der Bürger kommt am Anfang ohne irgendwelche körperlichen Interessen zur Welt und liest dann, zum Beispiel in der "Prawda", Reklame über Heterosexualität. Tolle Sache, denkt das heranwachsende männliche Mitglied der Gesellschaft, muss ich mir bei Gelegenheit mal näher anschauen, diese Mädchen. Auch die Mädchen lesen Zeitung und hören Radio und erfahren aus der Propaganda, dass es für sie diese Jungs gibt. "Also gut, dann Jungs", sagen sie ergeben. &lt;/br&gt;Früher propagierte die Propaganda auch die Liebe zu Lenin und zum Kommunismus ganz allgemein. Es gab Propaganda für die Liebe zur Landwirtschaft in Rinderoffenställen. Der erotischen Fantasie waren in patriotischer Hinsicht keine Grenzen gesetzt. &lt;/br&gt; Solche Spezial-Zuneigungen ließen sich übrigens durch Strafandrohung verstärken. Mit der Liebe ist nicht zu spaßen.&lt;/br&gt;Interessant wäre es nun vom kommunal-sexualpolitischen Standpunkt aus, einen jungen Bürger mal zum Spaß ganz ohne Liebespropaganda aufwachsen zu lassen. Irgendwo in der sibirischen Tundra, wohin selbst heterosexuelle Propaganda nicht gerät. (Gibt es das?)&lt;/br&gt;Wofür wird sich der heranwichs - äh - heranwachsende Bürger entscheiden? Wird er kopfschüttelnd ratlos seine Geschlechtsmerkmale bestaunen und rastlos die Tagespresse samt Werbung durchwühlen, ob sich nicht ein brauchbarer Tipp zur Verwendung der Gerätschaften darin findet? Und doch nichts finden, weil: ohne Propaganda kein Begehren?&lt;/br&gt;Liebt er am Ende das Unwissen?&lt;/br&gt;Wird er Stadtverordneter?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-5725066663399054047?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/5725066663399054047/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/03/weie-nachte-dunkle-birnen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5725066663399054047'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5725066663399054047'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/03/weie-nachte-dunkle-birnen.html' title='Weiße Nächte, dunkle Birnen'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-3899798727504252078</id><published>2012-02-29T12:26:00.000+01:00</published><updated>2012-02-29T12:26:21.761+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschheit'/><title type='text'>Einer von uns</title><content type='html'>Ahne Ötzi litt, wie nun bekannt wurde, unter &lt;a href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/forscher-entschluesseln-erbgut-von-gletschermumie-oetzi-litt-an-typischen-zivilisationskrankheiten_aid_718757.html"&gt; „Zivilisationskrankheiten“&lt;/a&gt;, zum Beispiel einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. &lt;/br&gt;Das Eiszeitleben unterschied sich womöglich weit weniger vom Heißzeitleben als wir denken.&lt;/br&gt;Ötzi hing vielleicht auch schon zu oft vor dem Lagerfeuer mit seinen ewigen Wiederholungen herum und knabberte dabei fettes Zeug. Wer nicht auf Wintersport steht, hat in der Eiszeit zu wenig action. Höhlen bemalen nur Spinner. Die kriegten mangels Motiven sowieso irgendwann das Burnout.&lt;/br&gt;Dazu diese Gerüchte von einer globalen Erwärmung.&lt;/br&gt;Die leckeren Mammuts sollen dann aussterben.&lt;/br&gt;Kein Wunder, wenn bei solchen Zukunftsängsten das Herz nicht mitmacht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-3899798727504252078?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/3899798727504252078/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/einer-von-uns.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3899798727504252078'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3899798727504252078'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/einer-von-uns.html' title='Einer von uns'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-2724981391343892040</id><published>2012-02-26T16:27:00.000+01:00</published><updated>2012-02-26T16:27:49.824+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werte'/><title type='text'>Verordnete Verhältnisse</title><content type='html'>Die Aufforderung, seine „Lebensverhältnisse zu ordnen“, schien mir ausgestorben.&lt;/br&gt;Was für eine merkwürdige Sehnsucht nach Ordnung in fremden Leben! &lt;/br&gt;Und eine Unmöglichkeit dazu! Denn was „den Leuten“ als geordnet erscheint, kann im Leben des Betreffenden in Wirklichkeit eine heillose Verwirrung sein.&lt;/br&gt;Binsenweisheiten, nahm ich an, seit den Sechzigern. &lt;/br&gt; Es geht natürlich nicht um Ordnung. Für deren Genuss kann man seinen Schreibtisch aufräumen oder im Kleiderschrank. Es geht um Verordnung. Es ist die Eifersucht auf Freiheit, die man sich selbst verwehrt. Der Kleinbürger hasst alles, was er sich versagt. Er will hören, dass alle in Käfigen, den seinem ähnlich, leben. &lt;/br&gt;Mit der gleichen Ordnungsliebe, mit welcher der &lt;a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gJUiuyPSiT_tgnMOVCtyW1a2faWw?docId=CNG.23c4ebdfde0f71ea9621bc8d0c22bbb5.641"&gt;Herr Geis von der CSU&lt;/a&gt; im Herzen des Bundespräsidentschaftskandidaten aufgeräumt wissen will, sträuben sich seinesgleichen merkwürdiger Weise immer gern, wenn gleichgeschlechtliche Paare dem Ordnungssinn nachkommen wollen. &lt;/br&gt;Da soll sich dann immer gar nichts ordnen dürfen.&lt;/br&gt;Was für ein Chaos!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-2724981391343892040?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/2724981391343892040/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/verordnete-verhaltnisse.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/2724981391343892040'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/2724981391343892040'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/verordnete-verhaltnisse.html' title='Verordnete Verhältnisse'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-6580137341078047729</id><published>2012-02-23T09:57:00.000+01:00</published><updated>2012-02-23T09:57:29.071+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technik'/><title type='text'>Die Erregung versiegt zuerst</title><content type='html'>Es ist denn doch erstaunlich, wie apathisch die Gesellschaft den galoppierenden Anstieg der Benzinpreise hinnimmt.&lt;/br&gt;Bei jeder neuen Tankfüllung erschrickt der Kunde freilich bis ins Mark, zieht sich aber daraufhin nur zitternd ins Fahrgehäuse zurück. Der Rest ist Schweigen.&lt;/br&gt;Wie konnte sich das fahrende Volk der Deutschen herrlich am Benzinpreis erregen! Noch nicht lange her, und man ließ im Walde &lt;a href="http://www.shortnews.de/id/170345/Trotz-Oekosteuer-Benzinpreise-werden-2001-unter-2-DM-bleiben"&gt;&lt;u&gt;pfeifen&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;. Wer aber weiß, dass es nie wieder gute Nachrichten gibt, ignoriert wenigstens die schlechten. &lt;/br&gt;Mediale Aufregung entfacht sich offenbar nur bei Änderbarkeit der Verhältnisse. Das Bewusstsein vom Ende des Ölzeitalters ist ein allgemein derartig grundierter Schrecken, dass darunter alles verstummt ist.&lt;/br&gt; Das Änderbare wird allerdings auch zu wenig geändert, was Viele zusätzlich für nicht änderbar halten. Alternative Techniken liegen im Wettlauf mit dem drohenden Mobilitätsverlust zurück. Sparsamer öffentlicher Verkehr wird nicht attraktiver.&lt;/br&gt;In dem Sand, in welchem nach Öl gebohrt wird, stecken nun die Köpfe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-6580137341078047729?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/6580137341078047729/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/die-erregung-versiegt-zuerst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6580137341078047729'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6580137341078047729'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/die-erregung-versiegt-zuerst.html' title='Die Erregung versiegt zuerst'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-3665912560951209331</id><published>2012-02-22T10:05:00.000+01:00</published><updated>2012-02-22T10:05:16.403+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werte'/><title type='text'>Unbrennbare Gottlose</title><content type='html'>Vor der Verletzung religiöser Gefühle hat man immer sehr großen Respekt, wohl weil solcherart Verletzte mitunter alle Friedfertigkeit über Bord werfen, welche ihnen ihr Gott lehrt.&lt;/br&gt;Im Selbstversuch des Nachempfindens stelle ich mir vor, jemand würde ein Buch verbrennen, das die Existenz eines Gottes bezweifelt. Wie verletzt wäre ich?&lt;/br&gt;Hmm. Tut sich nichts. &lt;/br&gt;Noch eins, bitte.&lt;/br&gt;Immerhin, ein Schade-um-das-schöne-Papier-Gefühl stellt sich ein. Mehr aber nicht.&lt;/br&gt;Leider kann man unsereins auch sonst kaum hart erwischen. Es gibt auch keine Symbole, die man entstellen oder besudeln kann.&lt;/br&gt;Nichtreligiöse Gefühle sind so schwer zu verletzen, dass man von einem zwangsharmonischen Miteinander mit Nichtreligiösen sprechen kann.&lt;/br&gt;Ihre Gefühle scheinen keinerlei Rücksicht zu verlangen, keine besondere Achtung zu verdienen. Sie erheben sich nicht über die Unterwürfigen.&lt;/br&gt;Was ich glaube, ist: sollte es einen Gott geben, wird er uns besonders lieben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-3665912560951209331?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/3665912560951209331/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/unbrennbare-gottlose.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3665912560951209331'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3665912560951209331'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/unbrennbare-gottlose.html' title='Unbrennbare Gottlose'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-3384231145666068033</id><published>2012-02-20T07:30:00.000+01:00</published><updated>2012-02-20T09:14:11.590+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><title type='text'>Die Faltübung</title><content type='html'>Na, das kennt ja Papa Gauck noch aus alten Tagen. Es gibt einen einzigen Wahlvorschlag, und alle folgen ihm.&lt;/br&gt;Bis auf die Linken, aber Konsensbildung heißt nicht, poplige fünf Millionen Wähler zu repräsentieren.&lt;/br&gt;Im Unterschied zur Einheitswahl von damals kann der Kandidat anschließend in seiner Rede die errungene Demokratie loben, mit ihren Wahlmöglichkeiten und so. &lt;/br&gt; Gerade besinnt sich allerdings auf die Einheitsliste zurück. Zu groß ist, mal wieder, die Furcht vor Instabilität. Für teuer Geld wird eine Abnickbundesversammlung zusammengetrommelt, der alle Entscheidung längst von der Kungelrunde im Kanzleramt abgenommen wurde. &lt;/br&gt;Immerhin kann der Kandidat nach der Wahl zeigen, dass er gar nicht so furchtbar einend ist, wie man ihm unterstellt. Und das ebenso überambitionierte wie unterlegitimierte Amt endlich abwickeln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-3384231145666068033?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/3384231145666068033/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/die-faltubung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3384231145666068033'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3384231145666068033'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/die-faltubung.html' title='Die Faltübung'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-4327908107035818466</id><published>2012-02-17T11:21:00.000+01:00</published><updated>2012-02-17T11:21:19.932+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><title type='text'>Der Bellevue-Check</title><content type='html'>Nach Wulffs Rücktritt sollte, wenn es sich einrichten ließe, jeder irgendwie aktive (oder dies zu sein behauptende) Politiker einmal Bundespräsident werden. &lt;/br&gt;Nur auf diese Weise würde er nämlich gründlich wie sonst kaum auf Vorteilsnahme durchleuchtet. Ich vermute, dass 99 Prozent nicht durch diesen Ehren-TÜV kämen. Denn wer kann Tag und Nacht Geschenke ablehnen? Wir sind kein Volk von Ghandis. &lt;/br&gt;Aber eine(r) wird's schon schaffen! Den/die können wir dann getrost als Lichtgestalt der Unbestechlichkeit in der ganzen Welt herumzeigen. &lt;/br&gt;Wenn BILD zustimmt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-4327908107035818466?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/4327908107035818466/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/der-bellevue-check.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4327908107035818466'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4327908107035818466'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/der-bellevue-check.html' title='Der Bellevue-Check'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-4145328296739408543</id><published>2012-02-16T17:29:00.000+01:00</published><updated>2012-02-16T17:29:36.877+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volk'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Trauer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werte'/><title type='text'>Gedenktage und Denken</title><content type='html'>"Das muss von unten kommen," zitiert der &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,815704,00.html"&gt;Spiegel&lt;/a&gt; den Verteidigungsexperten der Grünen im Bundestag, Omid Nouripour.&lt;/br&gt;Die Rede ist vom Vorschlag eines "Veteranentages" durch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière. &lt;/br&gt;Kommt durchaus von unten, wie sich zeigt!&lt;/br&gt; Der Minister meinte nämlich, dass sich der Volkstrauertag "anböte". Mensch, schießt mir ein, der meint gar nicht die Veteranen, denn solche leben ja noch. Der meint mehr so die ganz unten, im Grabe Liegenden, will es aber nicht so vordergründig sagen.&lt;/br&gt; Es geht sozusagen um eine Gleichzeitigkeit von Ehren und Verstecken. &lt;/br&gt;So, wie der Verteidigungsminister nicht Kriegsminister heißt, meint er mit Veteranen eben die Gefallenen. Da muss man sich erst reindenken.&lt;/br&gt;  Dann entfaltet sich zugleich ein ganz merkwürdiger Tagegeiz. Der Veteranentag soll möglichst huckepack auf einen bestehenden Termin aufgesattelt werden. Wenn der Minister sowieso kranzlegend unterwegs ist. Nachhaltiges Gedenktagwirtschaften. Zu den zig Millionen "Kriegstoten und Opfern der Gewaltherrschaft aller Nationen", die der Volkstrauertag ehrt, kann man, meint er, am besten noch ein paar Einsatzopfer dazukommandieren.&lt;/br&gt; Schön ist es auch, das im Jahreszyklus stimmungstechnisch zu bündeln. Der Wehrbeauftragte des Bundestages zum Beispiel wird mit dem praktischen Vorschlag zitiert, den Veteranentag in die Karwoche zu legen. Da ist die Stimmung sowieso im Keller. &lt;/br&gt;Es ist zu fürchten, dass die gerade erst begonnene Diskussion auf diesem Level weitergeht.&lt;/br&gt;Die Veteranen können einem schon jetzt Leid tun.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-4145328296739408543?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/4145328296739408543/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/gedenktage-und-denken.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4145328296739408543'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4145328296739408543'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/gedenktage-und-denken.html' title='Gedenktage und Denken'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-6625179260514631228</id><published>2012-02-14T09:54:00.000+01:00</published><updated>2012-02-14T09:54:30.903+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschheit'/><title type='text'>Wir Sumpfblüten</title><content type='html'>Einen &lt;a href="http://www.n-tv.de/wissen/Leben-entstand-durch-Daempfe-article5487721.html"&gt;schönen Beitrag&lt;/a&gt; zur nie verkehrten Demut haben deutsche und amerikanische Biophysiker geleistet.&lt;/br&gt;Sie denken, beweisen zu können, dass das Leben nicht im Meer entstanden ist, sondern in einem Tümpel an Land.&lt;/br&gt;Das ist vielleicht sogar noch taktvoll formuliert. Am Ende war es nur eine Pfütze!&lt;/br&gt;Man hört es nicht gern. Wie gern kämen wir aus etwas Großem, Gewaltigen. Wie gern wären wir Kinder eines Riesen.&lt;/br&gt;Die Forscher haben sich mit ihrem ernüchterndem Befund die Ursuppe genau angesehen, doch hätte man unsere Stammesheimat Pfuhl auch an genetischen Erinnerungen ablesen können, die sich von Teichgeneration zu Teichgeneration über Millionen Jahre Evolution durchgereicht haben. Eindeutig stärker als das Weltläufige, Ozeanige ist in uns doch das Tümplige verankert. Nur schwer geht der Blick über den Teichrand. Trübe und ungesalzen sind wesentliche Eigenschaften der höchsten Lebensform. Sie suhlt auch gern.  &lt;/br&gt;Das Meer hingegen war zu wild, um Zellen auszubrüten.&lt;/br&gt;Und schließlich weiß noch jede Hausfrau, und das ganz ohne Forschungsetat: Leben entsteht aus mangelnder Hygiene.&lt;/br&gt;Irgendwann kriegt man es ganz schwer wieder weg.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-6625179260514631228?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/6625179260514631228/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/wir-sumpfbluten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6625179260514631228'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6625179260514631228'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/wir-sumpfbluten.html' title='Wir Sumpfblüten'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-5011649870582790229</id><published>2012-02-11T23:44:00.001+01:00</published><updated>2012-02-11T23:44:37.046+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprechen'/><title type='text'>Neugriechische Vokabeln</title><content type='html'>Wie sich in Anwendung auf Griechenland das Wort „Rettung“ leert!&lt;/br&gt;Wie ein zerschossenes Fass.&lt;/br&gt;Die Griechen werden den Zustand des Gerettetseins kaum vom Zustand des Nichtgerettetseins unterscheiden können. &lt;/br&gt;Höchstens am Namen der gültigen Währung, oder am Grad des Chaos (Griechisches Wort).&lt;/br&gt;Das Wort „Rettung“ verbinden wir mit vergleichsweise viel Komfort. Wer ins Elend stürzt, gilt bei uns nicht als gerettet. Die Außenperspektive ist anders. &lt;/br&gt;Auch, was das Wort „Sparen“ betrifft. Wenn wir zuhause sparen, schrauben wir Energiesparlampen ein oder verzichten auf einen Restaurantbesuch. Aber nicht auf ein Drittel der Rente. &lt;/br&gt;Der Gerettete habe immerhin sein „nacktes Leben“ gerettet, so rufen die Bekleideten gern vom Ufer. Nun könne er die Ärmel hochkrempeln. Nur welche?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-5011649870582790229?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/5011649870582790229/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/neugriechische-vokabeln.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5011649870582790229'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5011649870582790229'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/neugriechische-vokabeln.html' title='Neugriechische Vokabeln'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-8302570922470543518</id><published>2012-02-08T18:38:00.000+01:00</published><updated>2012-02-08T18:38:56.542+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volkskunde'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werte'/><title type='text'>Immer dickere Enden</title><content type='html'>Immer länger und erpresserischer werden, finde ich, die einstudierten Beifalls-Abholungen am Ende von Theater-, Show-, Opern- und anderen Aufführungen. &lt;/br&gt;Erpresserisch dadurch, dass es mindestens eine Viertel Stunde nach Vorstellungende ja schon mal gar keine Gelegenheit gibt, den Beifall wenigstens einmal zu unterbrechen, weil sich ständig Mitwirkende auf der Bühne befinden. Ein ewiges Kommen, aber kein richtiges Gehen. &lt;/br&gt;Und weil man leider so erzogen ist, erst dann nicht mehr zu klatschen, wenn alle weg sind und der Vorhang zu, steht man unter notorischem Klatschzwang, weil ja heute niemals alle weg sind und der Vorhang sowieso aufgerissen bleibt, weil sie morgen abend wahrscheinlich gleich bei offenem Vorhang wieder anfangen.  &lt;/br&gt;Ganz schlimm ist es, wenn ich (wie auch manch Anderer), ein angemessenes Abebben des Applauses verspürend,  durch Aufstehen den Platznachbarn bedeuten möchte, zur Garderobe entlassen zu werden. Das wird ganz offensichtlich als stehende Ovation missdeutet, und alle zerren sie sich wieder heraus. Und womöglich geht die Musik wieder los oder es setzt Zugaben. &lt;/br&gt;Meine Erinnerung mag mich, wie immer öfter, täuschen, aber einstmals ließen sich ihr zufolge Künstler nach dem ersten Vorhang sehr lange durch Beifall vor denselben bitten und betteln. Wollten Beifall und Trampeln nicht enden, erschienen sie denn zögernd und vor Bescheidenheit halb geneigt, verbeugten sich demütig bodentief und schlüpften dann rasch wieder hinaus, Tänzer mit federndem Sprung. Spätestens nach dem Blumenstrauß. &lt;/br&gt;Heute suhlt sich noch die Komparserie endlos im Klangbett der Claqeure, für deren einer man am Ende noch selbst gehalten wird. &lt;/br&gt;Interessant ist am Rande auch, wie einfältig im Kontrast zum vorab ausgebufftem Regietheater dann schlussendlich die Beifallsabholungen inszeniert sind. Volkstanzgruppe! Zu zweit, zu viert, perlenschnürig hineingehupft, erst von hinten, dann von den Seiten, einzeln vortretend und in Gruppen, während ich bereits beidseitig den Tennisarm erleide und Schwielen auf den tauben Handinnenflächen kriegen werde, während in immer neuen Quadrillen hervorgesprungen kommt, was zuvor nicht einmal den Text ordentlich konnte. &lt;/br&gt;Rätselhaft die Künstler, wie sie unter Folter erzwungenen Beifall genießen können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-8302570922470543518?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/8302570922470543518/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/immer-dickere-enden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8302570922470543518'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8302570922470543518'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/immer-dickere-enden.html' title='Immer dickere Enden'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7198199682392478067</id><published>2012-02-08T13:11:00.000+01:00</published><updated>2012-02-08T13:12:16.115+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volkskunde'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprechen'/><title type='text'>Bayerische Zonenmentalität</title><content type='html'>Durch die Blätter &lt;a href="http://www.stern.de/panorama/initiative-an-passauer-schule-der-kampf-gegen-hallo-und-tschuess-1782430.html"&gt;geistert&lt;/a&gt; eine Passauer Schulleiterin, die ihre Lehranstalt zur „hallo-und tschüßfreien Zone“ erklärt hat. &lt;/br&gt;Die hohe Sprachempfindsamkeit bayerischer Gemüter im Kampf gegen die Überfremdung will ich nicht kommentieren. Ich hoffe nur, dass hier in Brandenburg jedes Kind das unveräußerliche Recht genießt, so oft es will „Grüß Gott!“ zu sagen.   &lt;/br&gt;Was am pädagogischen Gesamtkonzept der betreffenden Schule auffällt, jedoch in den unzähligen Artikeln zur Passauer Entschüßifizierung nicht mokiert wird, ist die dortige Arbeit mit dem absolutistischen Dekret. &lt;/br&gt;Die Verkündigung einer Tabuzone. &lt;/br&gt;Wer die Homepage der Grund-und Mittelschule St. Nikola in Passau besucht, stößt auf weitere eherne Gesetze, die vermeiden, dass das bayerische Kind Fehlentwicklungen erleidet. So gilt ein Kugelschreiber- und Kaugummiverbot. Und Überschriften müssen verbindlich in Farbe und mit Lineal unterstrichen werden. &lt;/br&gt; Auf &lt;a href="http://www.vs-st-nikola.de/html/konsens.html"&gt;der entsprechenden Unterseite&lt;/a&gt; fehlt merkwürdiger Weise der Eintrag des bundesweit in den Medien so sehr beschrieenen Grußformel-Ediktes. Dort ist das Schulreich nur kaugummi- und kugelschreiberfreie Zone. Und Hausschuhgebiet. &lt;/br&gt;Übertreibt nun die Presse nur mal wieder? Gibt es in Wirklichkeit vielleicht doch ein Erbarmen mit schlecht integrierten Nordlichtern? Wenn nicht, würde ich an dieser Schule „Tschüß!“ für immer sagen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7198199682392478067?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7198199682392478067/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/bayerische-zonenmentalitat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7198199682392478067'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7198199682392478067'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/bayerische-zonenmentalitat.html' title='Bayerische Zonenmentalität'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-1154164857155614403</id><published>2012-02-04T11:28:00.000+01:00</published><updated>2012-02-04T11:33:49.446+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzoom'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geld'/><title type='text'>Occupy Facebook?</title><content type='html'>Der Börsengang von Facebook lässt, wie man liest, den am Firmensitz ansässigen Porsche-Händler &lt;a target="_blank" href="http://www.focus.de/finanzen/news/ein-drittel-aller-mitarbeiter-sahnt-ab-facebook-nerds-protzen-schon-mit-neuem-reichtum_aid_710459.html"&gt;um Lieferengpässe bangen&lt;/a&gt;. Das soziale Netzwerk hebt ihre Erfinder in höchste soziale Ränge.&lt;/br&gt;Nichts zum Bebangen erhalten hingegen die Benutzer des Netzwerkes. Mit Umtriebigkeit im Netz füttern sie nicht nur unentgeltlich die Betreiber, sondern sind noch dankbar, dass sie kostenlos ihr Innerstes ins Äußerste kehren dürfen. Es geht zu wie in einer riesigen Legehennen-Farm. Die Hühner legen ihre Eier dort auch ohne Autorenmarge, wenn man von ein paar Körnern und etwas Wasser absieht. Nur sind die Hühner eingesperrt und haben ein alles in allem doch vergleichsweise zu kleines Gehirn, um faire Beteiligung einzuklagen.&lt;/br&gt;Ich kenne immerhin ein Musiknetzwerk, das die Hälfte seiner Werbeeinnahmen &lt;a target="_blank" href="http://support.reverbnation.com/reverbnation/topics/what_is_fair_share"&gt;an die Nutzer auszahlt&lt;/a&gt;. Jeden Monat gibt es eine Ausschüttung. Es geht also auch anders. &lt;/br&gt;Aber auf diese Idee werden die neuen Facebook-Millionäre nicht kommen. Sie müssen die User ja nicht unbedingt als Mitarbeiter ihres Erfolges sehen, sondern können sie sich auch als eierlegende Hühner vorstellen. Im Unterschied zur Hühnerfarm verdienen sie sogar noch am Gegacker. Daumen hoch aus dem Porschefenster!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-1154164857155614403?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/1154164857155614403/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/occupy-facebook.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1154164857155614403'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1154164857155614403'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/occupy-facebook.html' title='Occupy Facebook?'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-668575822978216651</id><published>2012-02-01T17:25:00.000+01:00</published><updated>2012-02-01T17:25:13.539+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werte'/><title type='text'>Lauter neue Menschenrechte</title><content type='html'>Das Vergessenwerden als Menschenrecht zu deklarieren, ist die bislang bedeutendste humanistische Entdeckung des 21. Jahrhunderts.&lt;/br&gt;(Die EU-Grundrechtekommissarin Viviane Reding hat damit gut formulieret auf die Datensammel- und vor allem Behaltewut im Internet&lt;a href="http://www.tagesschau.de/ausland/datenschutz284.html"&gt; reagiert&lt;/a&gt;.)&lt;/br&gt;Aber es gibt noch viel zu entdecken!&lt;/br&gt;Die Technik fängt gerade erst an zu entgeistern. Überall keimt Opferbewusstsein.  Ich wüsste schon jetzt noch eine Reihe weiterer Grundrechte, um die zunehmend zu streiten ist:&lt;/br&gt;- ein &lt;b&gt;Menschenrecht auf Abwesenheit&lt;/b&gt; zum Beispiel, auf Nichterreichbarkeit, und das dort, wo es schon als Verantwortungsflucht betrachtet wird, wenn man mal einen Tag lang sein Handy ausschaltet.&lt;/br&gt;- ein &lt;b&gt;Menschenrecht auf Doofheit&lt;/b&gt;, was die Bedienung technischer Geräte betrifft, die auch funktionieren müssen, wenn der User nur begrenzt funktioniert, sonst sind sie rassistisch. &lt;/br&gt;- ein &lt;b&gt;Menschenrecht auf Langsamkeit&lt;/b&gt; bei freiwilligem entsprechenden Lohnverzicht, denn allein eine Wahl zwischen Burn Out und No Burn ist zu begrenzt.&lt;/br&gt;- und ein &lt;b&gt;Menschenrecht auf Identität&lt;/b&gt;, die das Individuum stets beweisen können muss, wenn sie ihm, und das ist mir selbst schon widerfahren, gestohlen wird.&lt;/br&gt;  Es sind ganz neue Emanzipationsbewegungen vonnöten, damit sich Menschenwürde in technischen Umgebungen behauptet.&lt;/br&gt;Technik, lernten wir als Kinder, macht das Leben leichter. Jetzt muss es wieder mehr Gewicht bekommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-668575822978216651?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/668575822978216651/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/lauter-neue-menschenrechte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/668575822978216651'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/668575822978216651'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/02/lauter-neue-menschenrechte.html' title='Lauter neue Menschenrechte'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7484151054614697585</id><published>2012-01-30T14:49:00.000+01:00</published><updated>2012-01-30T16:38:08.157+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Was mit Medien'/><title type='text'>Puppentherapie</title><content type='html'>Wie kommt es, fragte ich mich, dass ein Bündel wild gewordener Stoffpuppen ein so nachhaltiges Kinoerlebnis beschert?&lt;/br&gt;Bin ich schon alt-kindisch?&lt;/br&gt;Natürlich hatten Nostalgie-Hormone die Entscheidung zum Besuch des "Muppet"-Films gesteuert. Sonnabend Nachmittag im Dritten, glaube ich, kam das und schickte einen merkwürdig gefedert ins Wochenende.&lt;/br&gt;Es muss damit zu tun haben, dass aller Stress und Leistungsdruck, den der Mensch kennt und in Kermits Stress und Leistungsdruck wiedererkennt, sich im Muppet-Theater stets verlässlich wundersam und heiter auflöst. Und wenn notfalls singende Hühner einspringen.&lt;/br&gt;Stressabbau durch volles Vertrauen ins Absurde.&lt;/br&gt;Das bietet auch der neue Film, anhand dessen auch Nicht-Nostalgiker die psychotherapeutische Wirkung des wahnsinnig gebliebenen Theaters erschließen können.&lt;/br&gt;Und der viel mehr bietet unter der Oberfläche schwerelosen Klamauks! &lt;/br&gt;Das  Abgründigste (für mich) ist das verdruckste, schon zehn Jahre verlobte (Menschen-)Paar, wie es nur ein christlich-fundamentalistisches Moral-Rollback hinterlassen kann. Das Paar kommuniziert mit Romantik-- und Höflichkeits-Chiffren und findet überhaupt nicht zueinander, während es sich mechanisch Treue schwört. Das ist grandios ausgedacht, ein urkomischer Schrecken.&lt;/br&gt;Dazu die niedliche Anarchie der Puppen, die wie eine verschworene Gemeinschaft wirken, obwohl sie unter der Fuchtel eines diktatorischen, fahrigen Frosches stehen. Das wiederum ist beinahe eine Sozial-Utopie.&lt;/br&gt;Dazu noch bei Disney.&lt;/br&gt;Applaus, Applaus!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7484151054614697585?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7484151054614697585/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/puppentherapie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7484151054614697585'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7484151054614697585'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/puppentherapie.html' title='Puppentherapie'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-4645012349550169888</id><published>2012-01-27T10:05:00.001+01:00</published><updated>2012-01-27T10:05:47.636+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzoom'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technik'/><title type='text'>Der Deal mit den Schatten</title><content type='html'>Das Publikum hat, was es nicht gern zugibt, die fatale Sehnsucht nach dem Monopol.&lt;/br&gt;Es will ein soziales Netzwerk, in welchem ALLE vernetzt sind, einen Buchladen, der ALLES hat, eine Versteigerungsplattform, die ALLE Interessenten einsammelt.&lt;/br&gt;Und siehe da: alle Wünsche sind in Übererfüllung gegangen.&lt;/br&gt;Die guten Feen, die das Märchenreich Internet mit menschheits-einenden Gratisanwendungen beglücken, haben, wie das in Gratismärchen so passiert, nur eine ganz unwesentliche Verschreibung verlangt. Man möge ihnen den eigenen Schatten überlassen.&lt;/br&gt;„Wenns weiter nichts ist!“, riefen die Leute. Bis sie misstrauisch wurden, googelten sie fröhlich in der Welt herum und verteilten heiter ihre Gefälltmirs.&lt;/br&gt; Persönliche Daten sind nun mal die einzige Währung in der Gratiskultur.&lt;/br&gt; Und bezahlt werden muss alles, was einem teuer ist.&lt;/br&gt; Man kann sozsuagen nicht vernetzt sein, ohne vernutzt zu werden.&lt;/br&gt;Ein Sandkorn im Getriebe dieser fröhlich klappernden Zwickmühle ist dann dieser Datenschutz.&lt;/br&gt;Unter diesem versteht nun freilich jeder das Seine: der Monopolist, einleuchtend, meint den Schutz seines Datenbesitzes. Der Nutzer, weit weniger einleuchtend, den Besitz dessen, das er andauernd hergibt. Internet ist ein globaler Striptease, bei dem die Tänzer darauf bestehen, dass ihnen die Klamotten gehören.&lt;/br&gt; Vor diesem Hintergrund kann die gerade von Google verkündete Datenschutzerklärung, welche am 1. März in Kraft treten wird, nur eine beruhigende Geste unserer Zauberfee sein, ja beinahe eine neue Zauberei, wenn sie dem Verbraucher entgegenkommt, ohne sich zu bewegen.Zusammenfasssen lässt sich das zu zwei einfachen Ansagen:&lt;/br&gt;1. Du gibts mir deinen Schatten, aber er gehört weiterhin dir.&lt;/br&gt; 2. Gibts du mir nichts, kriegst du nichts.&lt;/br&gt;Das Publikum wird mühelos über seinen Schatten springen.Getrieben von seiner Sehnsucht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-4645012349550169888?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/4645012349550169888/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/der-deal-mit-den-schatten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4645012349550169888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4645012349550169888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/der-deal-mit-den-schatten.html' title='Der Deal mit den Schatten'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7984877878149538032</id><published>2012-01-25T09:12:00.000+01:00</published><updated>2012-01-25T09:12:41.642+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volk'/><title type='text'>Neulich beim Verfassungsschutz</title><content type='html'>„Schulze, und Sie beobachten die Wagenknecht.“&lt;/br&gt;„Beobachten? Wie? Im Fernsehen?“&lt;/br&gt;„Im Leben! Der Verfassungsschutz steht mitten im Leben, bloß man merkt es nicht. Kriegen sie raus, wie die Linken unser schönes, freies Land in ein Sowjetzonengulag umbauen wollen. Zeigen Sie denen, dass wir den besseren Überwachungsstaat haben, na, Sie wissen schon.“&lt;/br&gt;„Gibt es den einen konkreten Anlass, ich meine...?“&lt;/br&gt;„Wir brauchen doch keinen konkreten Anlass, Schulze! Sonst hätten wir ja auch gleich die Dönermorde... also Anlass, na Sie können Fragen stellen. Wir ermitteln Verfassungsfeinde, BEVOR diese wissen, dass sie welche sind.“&lt;/br&gt;„Börsenspekulanten!“&lt;/br&gt;„Mann, Schulze, sein Sie froh, dass sich der Verfassungsschutz nicht selbst beobachtet. Sie sind ja ein Risiko für die Risikobewertung. Ehrbare Kaufleute verunglimpfen, welche den Kapitalismus wie ihren Augapfel hüten! Wir leben gottlob in einem freien Land. Hier können wir uns die Feinde immer noch selber aussuchen. Mit der Auswahl der LInken kommen wir am besten einem breiten Bedürfnis nach pflegeleichten Feindbildern entgegen. Und die meisten Linken sind Ossies, die von Natur aus undankbar sind. Feind aus Gewohnheit. Ja, worauf warten Sie noch, Schulze?“    &lt;/br&gt;„Beobachten, ich meine, alle schreiben dauernd vom Beobachten, aber nie sagt einer, was da alles drunter fällt, äh, unter ’beobachten’.“&lt;/br&gt;„Richtig, und das müssen wir am meisten beobachten. Sobald einer zum Beispiel 'schnüffeln' zu 'beobachten' sagt...“&lt;/br&gt;„Wird er beobachtet?“&lt;/br&gt;„Richtig. Und das nicht mit dem Opernglas. Da reiten wir aber mit dem Bundestrojaner in vollem Galopp ins iPod! Als wachsame Geisterfahrer auf der Datenautobahn!“&lt;/br&gt;„Und das Postgeheimnis?“&lt;/br&gt;„Mann, Schulze! Sie sollen die Verfassung schützen und nicht lesen!“ &lt;/br&gt;Schulze schlägt nach alter verfassungstreuer Sitte die Hacken zusammen und heftet sich an die IP-Adresse der Sarah. Und sicherheitshalber an Oskars auch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7984877878149538032?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7984877878149538032/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/neulich-beim-verfassungsschutz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7984877878149538032'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7984877878149538032'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/neulich-beim-verfassungsschutz.html' title='Neulich beim Verfassungsschutz'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7963713931016160266</id><published>2012-01-23T09:09:00.000+01:00</published><updated>2012-01-23T09:09:02.661+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprechen'/><title type='text'>Der Fluch der Flüche</title><content type='html'>Die Feinde der Anglizismen (Enemies of Anglicisms) stehen, scheint mir, vor ihrer größten Herausforderung.&lt;/br&gt;Das Schimpfwort Nr. 1 wird nämlich gerade ausgetauscht.&lt;/br&gt;Auf breiter Front. &lt;/br&gt;Vor allem, seit die Film-Übersetzer (wahrscheinlich infolge schlechter Bezahlung) immer fragmentarischer übertragen, hört man überall nur noch “Fuck!”, wo vor kurzem noch altdeutsch-bieder “Scheiße” geflucht wurde.&lt;/br&gt;Das F-Wort spart hier natürlich satte fünfzig Prozent der Silben ein. Das ist in der Schnäppchengesellschaft ein nicht zu unterschätzendes Plus!&lt;/br&gt;Es gibt auch einen netteren Klangeffekt. "Fuck!" knallt geradezu, während der Deutsche Zentralfluch eher breiig daherkommt. Aber die Besinnung auf das Fäkalische ist andererseits auch Teil unserer Sprachgeschichte, oder so, oder wie?&lt;/br&gt;  Ich wollte daher wissen, ob die Verteidiger der reinen (sic?) deutschen Sprache den Arsch in der Hose haben, das gute, alte Häuflein zu beschützen.Und siehe da, der Verein Deutsche Sprache e.V. hat “Fuck!” &lt;a href="http://www.vds-ev.de/index"&gt;tatsächlich &lt;/a&gt; auf der schwarzen Liste!&lt;/br&gt;Sogar mit der roten Alarmstufe “3” (=”verdrängend”)!&lt;/br&gt;Als Fluch-Hauptwort ist es den Sprachhütern freilich noch nicht so gewahr. Eher scheint ihnen vor allem die erotische Konversation unterwandert.&lt;/br&gt;Doch die Dimension der Verdrängung ist eine viel größere. Ein Hauptschimpfwort befindet sich im innersten Kreis des Wortschatzes einer Nation.&lt;/br&gt;Dort wird uns etwas genommen. Oder entsorgt? &lt;/br&gt;Wenn es hier mal nichts zu fluchen gibt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7963713931016160266?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7963713931016160266/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/der-fluch-der-fluche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7963713931016160266'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7963713931016160266'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/der-fluch-der-fluche.html' title='Der Fluch der Flüche'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-8820565028386437725</id><published>2012-01-20T10:59:00.000+01:00</published><updated>2012-01-20T10:59:28.824+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volkskunde'/><title type='text'>Kraft durch Furcht</title><content type='html'>Der Mensch ist unerschrocken im Beharren auf Vergnügen.&lt;/br&gt;Darinnen ist Eintracht, latein: Concordia.&lt;/br&gt;Der Schiffsuntergang ist für routinierte Erholungssuchende nur ein gewöhnliches &lt;i&gt;may be&lt;/i&gt;, wie ein Tsunami oder Bürgerkrieg.Auch keine überfüllten Flughäfen und überbuchten Hotels dämpfen bislang die Reiselust. Gar kein Drüber und auch kein Drunter lassen den Lustreisenden zagen, sondern gelten als moderne Metaphern des Dschungels, den man sonst nur als Nutznießer der Regenwaldabholzung freudlos bis unbewusst bezwingt. Oder als Glotzenjux scheinbezwingt.&lt;/br&gt;Im Urlaub aber will der Mensch etwas von seinem eigenen Mut genießen.&lt;/br&gt;Es ist der Urlaub vielleicht sogar die einzig verbliebene Möglichkeit des in der Arbeitswelt geduckt lebenden Menschen, ein Risiko einzugehen. &lt;/br&gt;Das wunderbare Gefühl, eine Gefahr bestanden zu haben, muss der Mensch von heute buchen. &lt;/br&gt;Es ist eine (wenn auch selten ausgedruckte) Reiseleistung, inklu wie Pool, Bett oder Buffet, wo übrigens auch der eine oder andere Keim für Abwechslung sorgen kann.&lt;/br&gt;Große Sorgen sind ein heilsamer Urlaub von den kleinen Sorgen. &lt;/br&gt;Auf der Ferienreise wird der Mensch wieder zum Urmenschen, den er nicht mit ins Büro nehmen kann. Der noch auf eigene Faust loszieht, wahlweise wegläuft oder angreift statt die Ablage "Unerledigt" abzuarbeiten.&lt;/br&gt;Auch die als Sediment in der Volksseele kalkartig abgelagerte Eroberungs- und Koloniallust wird in der Ferienfremde  neu gekitzelt. Der Kleinlaute wird dort großlaut, die graue Maus zum bunten Elefanten.&lt;/br&gt;Man hört bereits von geplanten Urlaubsflügen ins Weltall. Die Pauschaltouristen werden den Weicheiern von der NASA schon zeigen, was ein Kick ist!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-8820565028386437725?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/8820565028386437725/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/kraft-durch-furcht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8820565028386437725'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8820565028386437725'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/kraft-durch-furcht.html' title='Kraft durch Furcht'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-1020770635940550055</id><published>2012-01-19T09:05:00.001+01:00</published><updated>2012-01-19T09:05:58.541+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volk'/><title type='text'>Ungarns "Orbánisierung"</title><content type='html'>Es ist eine geschichtliche Konstante: je lauter einer kräht, seine Nation vor anderen verteidigen zu müssen, umso sicherer führt er sie in den Abgrund.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-1020770635940550055?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/1020770635940550055/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/ungarns-orbanisierung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1020770635940550055'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1020770635940550055'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/ungarns-orbanisierung.html' title='Ungarns &quot;Orbánisierung&quot;'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-2221569272662499106</id><published>2012-01-18T11:48:00.000+01:00</published><updated>2012-01-18T11:48:25.841+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technik'/><title type='text'>Der Angriff der Rechner</title><content type='html'>Mit den Computern haben wir uns fraglos die Rechenpest aufgehalst.&lt;/br&gt;Alles ist ermittelbar. Was wir taugen, wie viele Freunde wir haben im Unterschied zu Anderen, wie pannenanfällig unser Auto ist oder die Beziehung. Bewertet zu werden, bestimmt den Selbstwert in einer Welt voller Bewertungsmaschinen.&lt;/br&gt;Schaudernd knieen die Menschen vor ihnen nieder. Sie versuchen nun selbst, die Welt und das Leben vor allem nach Stellschrauben berechenbarer Wertigkeit abzusuchen. Die Bewertungsroutinen der Computer werden ihre Denkroutinen.&lt;/br&gt;Bis zuletzt! Wahrscheinlich gibt noch der Totengräber ein letztes "Daumen hoch", obwohl es eher hinunter geht.&lt;/br&gt;Wir sind hoffnungslos verrankt.&lt;/br&gt;Der Kaninchenblick auf "Standard &amp; Poors" &amp; Co. passt in dieses Lebensgefühl des 21. Jahrhunderts.&lt;/br&gt;Die Agenturen geben eigentlich nur Empfehlungen für Anleger, aber der Skalenhörige kann nicht anders, als sie für göttliche Offenbarung zu nehmen. Wer sonst hat Wahrheit wenn nicht die Rechenmaschinen?&lt;/br&gt;(Apropos göttlich: eine heute verfasste Bibel käme ganz sicher ohne "Propheten Top 100" und "AAApostel" nicht aus.)&lt;/br&gt;Was hilft nun gegen den unausbleiblichen Beschlich einer gewissen Gehetztheit, eines Leidens unter dem verzweifelten Kampf um Sternchen, Häubchen, Gütesiegel?&lt;/br&gt;Es hilft, fürchte ich, einzig der mühsame Erwerb von Ignoranz.&lt;/br&gt;Ignoranz zu lernen, wird bestimmt das nächste große Ding in Sachen Selbstfindung. Ohne Ignoranz wird man zerrechnet.&lt;/br&gt;Denn selbst, wer irgendwo eine Bestnote hat, zittert doch nur, sie zu verlieren und fühlt sich zutiefst auf "unglücklich" gestuft.&lt;/br&gt;Nur, wer in der Disziplin "Ignorieren" volle Punktzahl erzielt, wird künftig noch ein Fünf-Sterne-Behagen empfinden!&lt;/br&gt;Der Volksmund sagt es derb: "drauf scheißen". &lt;/br&gt;Wer es vornehmer und zeitnaher will: "AA".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-2221569272662499106?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/2221569272662499106/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/der-angriff-der-rechner.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/2221569272662499106'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/2221569272662499106'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/der-angriff-der-rechner.html' title='Der Angriff der Rechner'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-6221001115877246679</id><published>2012-01-17T11:21:00.000+01:00</published><updated>2012-01-17T11:21:28.645+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprechen'/><title type='text'>Danke für Unwort</title><content type='html'>Zum Glück ist, wie heute verlautbart, "Gutmensch" immerhin auf den zweiten Platz der Unwort-Liste des Jahres gelandet.&lt;/br&gt; Man fühlte sich schon lange aufgerufen, ein Schlechtmensch zu sein, um nicht ganz aus der Mode zu kommen. Längst war, wer seinen Müll trennt, aussortiert aus den vernunftbegabten Wesen. &lt;/br&gt;Dicke "Irrtümer"-Bücher verhöhnten seit Jahren gutmenschliche Gebefreudigkeit.  "Wenn ihr der örtlichen Mafia die Rolex finanzieren wollt, bitte!", hieß es von einem, der einem Spendenaufruf folgte.&lt;/br&gt;Der Hohn auf  den"Gutmenschen" gehört zu einer breiten Emanzipationsbewegung des Asozialen. Rüpelhaftigkeit und Rücksichtslosigkeit in jeder Hinsicht gehören dazu, lustvolles Müllen, Drängeln, Raffen und kulturelles Verblöden. Wer darauf aufmerksam macht, wird als grummelnde Spaßbremse verachtet und kriegt mit "Gutmensch" eins aufs Maul. &lt;/br&gt;Heute dürfen sich Gutmenschen endlich auch mal wieder ein bisschen gut fühlen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-6221001115877246679?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/6221001115877246679/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/danke-fur-unwort.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6221001115877246679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6221001115877246679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/danke-fur-unwort.html' title='Danke für Unwort'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-4903092678910762638</id><published>2012-01-16T09:35:00.001+01:00</published><updated>2012-01-16T09:35:53.467+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volk'/><title type='text'>Keine Randale mehr ohne Sandale!</title><content type='html'>Man wirft jetzt auch bei uns protesthalber Schuhe.&lt;/br&gt;Etwas zögerlich, nun aber umso freudiger aufgegriffen ist die morgenländische Sitte, verhasste Despoten mit Schuhwerk zu bombardieren. Vorsichtshalber dort meist erst, wenn diese gestürzt sind.&lt;/br&gt;Oder aus einem anderen Land kommen, wie weiland George W. Bush, den ein irakischer Journalist beinahe sogar getroffen hätte.&lt;/br&gt;Die Deutschen müssen da noch üben. Dafür bewerfen sie noch voll amtierende Herrscher mit, wie &lt;a href="http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Stuttgart-21-Gegner-bewerfen-Kretschmann-mit-Schuhen"&gt;Pressefotos&lt;/a&gt; belegen, zum Teil hochwertigen Markenartikeln. &lt;/br&gt;Zur Ritualeinführung wurden die Herren Wulff (Bundespräsident, der sich noch jeden Schuh anzieht) und Kretschmann (Ministerpräsident in BaWü in womöglich zu großen Schuhen) ausgewählt. Wir sind da noch in der Beta-Phase. &lt;/br&gt;Den Brauchimport darf man als Wunsch des Bürgers nach etwas mehr Radikalisierung und Gewaltbereitschaft deuten. Diese sollte aber dennoch im heiter Spielerischen verbleiben. Sozusagen auf leisen Sohlen.&lt;/br&gt;Dieser gemäßigten Verrohung des Wutbürgers kommt des Arabers Sitte sehr entgegen. &lt;/br&gt;Vorbei ist die Zeit blutarmer Menschenketten und idyllischen Kerzengelichters. Auch mit Spruchbändern und -Tafeln wird die Demo von heute nicht kopflastig zugetextet.&lt;/br&gt;Man werfe einfach den Schuh, der einen drückt. Das kommt, wenn man gut zielt, wenigstens irgendwie an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-4903092678910762638?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/4903092678910762638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/keine-randale-mehr-ohne-sandale.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4903092678910762638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4903092678910762638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/keine-randale-mehr-ohne-sandale.html' title='Keine Randale mehr ohne Sandale!'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-470569347729932540</id><published>2012-01-12T09:27:00.000+01:00</published><updated>2012-01-12T09:27:40.763+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprechen'/><title type='text'>Hat der Bundespräsident Zukunft als Verb?</title><content type='html'>Angeblich gibt es ein neues Verb, meldet der &lt;a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/praesidenten-affaere-schafft-neues-verb-wulffen-sie-auch-schon-1772550.html"&gt;„Stern“&lt;/a&gt;. „Wulffen“ bürgere sich vor allem ein für das Vollquatschen von Anrufbeantwortern.&lt;/br&gt;Na, da habe ich einige Zweifel, ob sich hier wirklich der Volksmund auftat. Es ist ein Indizienfall. &lt;/br&gt;Wie schließlich soll man das Verb anwenden?&lt;/br&gt;„Ich wulffe dich, ihn, sie“?  Das zielte ins Blaue und braucht zur Vervollständigung des Satzes eigentlich noch eigens den Anrufbeantworter, den man, mit Präfix, be- oder zuwulffen könnte. Aber geschieht dies oft genug, dass dies eines eigenen Verbs bedarf? Wer berichtet überhaupt in mündlicher Rede Anderen von seinem Anrufbeantworter? Niemand.&lt;/br&gt;Des Weiteren legt der oben erwähnte Artikel auch noch eine Zweitbedeutung des Nicht-ganz-die Wahrheit-Sagens bei. Und was wäre eigentlich mit "wulffen" für gewisse Konzepte zur Eigenheim-Finanzierung? &lt;/br&gt;Ach, mein Verdacht ist, dass hier mal wieder dem Volk weniger aufs Maul geschaut als etwas in dieses gelegt wurde. Dem erwiesen dann  noch die xenophoben Gralshüter im „Verein Deutsche Sprache“ ihren gönnerhaften Beistand. Diese Zungenschoner sind immer froh, wenn ein Neuwort mal nicht aus dem Englischen kommt und hoffen insgeheim nur, dass nicht noch ein „Wulffing“ nachgereicht wird. &lt;/br&gt;Mir schwant (gesinenfrei), dass man „wulffen“ an Journalistenhaaren herzog (Roman war, wie man nebenbei bemerkt, schon immer etwas Duden). Unbediekmannt geistert "wulffen" sicher ein Weilchen umher. Bald wird es aber, was sonst, zurücktreten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-470569347729932540?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/470569347729932540/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/hat-der-bundesprasident-zukunft-als.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/470569347729932540'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/470569347729932540'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/hat-der-bundesprasident-zukunft-als.html' title='Hat der Bundespräsident Zukunft als Verb?'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7736936942235919520</id><published>2012-01-09T08:25:00.000+01:00</published><updated>2012-01-09T08:25:25.680+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geld'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werte'/><title type='text'>Privatnachrichten</title><content type='html'>Manchmal bilden Nachrichten einen sphärischen Gleichklang, eine Harmonie der Weltschalen.&lt;/br&gt;Die eine Nachricht wäre zum Beispiel, dass Privatpatienten zu Tausenden aus Chefarztbehandlung und Krankenhaus-Einzelzimmer &lt;a href="http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/privatpatienten-fliehen-zu-den-krankenkassen-90083.php"&gt;fliehen&lt;/a&gt; und sich, schluchzend über höchst ungesunde Beitragssteigerungen, in den mageren Schoß der AOK stürzen. Eine lupenreine Privatsache übrigens, denn lässt man „privat“ vom Google-Übersetzer aus dem Lateinischen ins Deutsche übertragen, so steht dort nämlich „er nimmt“. Wo ein Nehmender ist, muss ein Gebender sein. Die Rollen scheinen dem Privatversicherten neu verteilt.&lt;/br&gt;Die andere Nachricht meldet ins Feinstoffliche sinkende Umfragewerte der FDP. Diese Partei stellt nicht nur den Bundesgesundheitsminister, sondern ermöglicht (&lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/gesundheit-fdp-mitglieder-koennen-sich-billiger-versichern/1667944.html"&gt;kein Scherz&lt;/a&gt;) ihren Mitgliedern auch eine (bei aller Unbill) billigere Privatkrankenversicherung. Denn Privilegien sind kein Privileg von Bundespräsidenten. So war das jedenfalls mal gedacht. Doch alles hat ein Ende, und die Extrawurst hat zwei.  &lt;/br&gt;Wem es schlecht geht, der entdeckt die Solidargemeinschaft.&lt;/br&gt;Und nicht unbedingt diese Partei.&lt;/br&gt;Es scheint die ganze Erst-Ich-Denkweise in der Krise.&lt;/br&gt; Wer etwas leistet, soll nach liberalem Verständnis zunächst von seiner Leistung etwas haben, bevor er teilt. Doch kommt er nicht mehr dazu. Was die aus solchem Egoismus herbeigezockte Finanzkrise ihm lässt, nimmt ihm die Krankenversicherung, sobald er sich subversiver Weise erlaubt, alt und damit schwächer zu werden.&lt;/br&gt;  Das Private wird zum öffentlichen Ärgernis.&lt;/br&gt;Man nehme es nicht persönlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7736936942235919520?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7736936942235919520/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/privatnachrichten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7736936942235919520'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7736936942235919520'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/privatnachrichten.html' title='Privatnachrichten'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-5443817435156048225</id><published>2012-01-05T11:25:00.001+01:00</published><updated>2012-01-05T11:25:47.549+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volkskunde'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprechen'/><title type='text'>Fremde Scham</title><content type='html'>Ein schreckliches Modewort, auch im aktuellen Wulffbashing sehr beliebt, ist "Fremdschämen".&lt;/br&gt;Doch schäme ich mich nicht dafür. Denn ich kann ja nichts für es.&lt;/br&gt;Die Weide an der Peinlichkeit anderer hat mit Scham, also einem Verlegenheitsgefühl, nichts zu tun.Eher mit Überlegenheitsgefühlen.&lt;/br&gt;Es ist eine perfide Genusssucht, genährt vom zunehmenden Zwang zum Ranking,  das der moderne Mensch, abgerichtet von Listungen aller Art im Internet, bereits automatisch vornimmt. Über jeden Menschen, den ich peinlich finde, kann ich mich stellen. Jeder Entwertete steigert meinen Selbstwert.&lt;/br&gt;Es ist allerdings der Blick allein die Treppe herunter. Ein "Fremdstolz" brächte keine eigene Aufwertung.&lt;/br&gt;Ich schäme mich für niemanden außer für mich. Letzteres, fürchte ich, lassen die Fremdschämer aus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-5443817435156048225?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/5443817435156048225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/fremde-scham.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5443817435156048225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5443817435156048225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/fremde-scham.html' title='Fremde Scham'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-5345597296365503074</id><published>2012-01-04T10:20:00.000+01:00</published><updated>2012-01-04T17:24:26.512+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzoom'/><title type='text'>Stadt-Land</title><content type='html'>Nach diesem ewigen "Landschwein aus bäuerlicher Aufzucht" auf den Speisekarten hätte man zur Abwechslung gern auch mal wieder ein "Cityschwein aus der innerstädtischen Fabriketage".&lt;/br&gt;Oder Eier von melancholischen Hühnern.&lt;/br&gt;Trendwechsel gehören doch eigentlich zur artgerechten Werbung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-5345597296365503074?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/5345597296365503074/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/stadt-land.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5345597296365503074'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5345597296365503074'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/stadt-land.html' title='Stadt-Land'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-8927745190451609227</id><published>2012-01-03T11:29:00.002+01:00</published><updated>2012-01-03T11:29:59.935+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technik'/><title type='text'>Anrufverantworter</title><content type='html'>“Ich bin gerade abwesend” - wer hätte vor Wulff gedacht, dass die so gern auf dem Anrufbeantworter hinterlassene Formel so treffend auf den Anrufer zurückfallen kann!&lt;/br&gt;Wer benutzt die Dinger eigentlich überhaupt noch im Zeitalter von SMS, Handy, Mail? Offenbar taugt der gute, alte “AB” nur noch als Leimfalle in Zeitungsredaktionen. &lt;/br&gt;Schon vor Jahr und Tag haben wir daheim die Kiste erst vergessen, einzuschalten, dann bewusst abgeschaltet gelassen. Die betont gute Laune des Begrüßungstextes wurde doch all zu oft vom Generve etwa eines Versicherungsfritzen konterkariert.  &lt;/br&gt;Meistens wurde auch gar nichts aufgesagt. An geheimnisvollen Atemgeräuschen durfte man Mutmaßungen anstellen. War das gerade Mutti oder Jack the Ripper? Das wurde irgendwann zu unheimlich.&lt;/br&gt;Nicht umsonst hatte die Idee eines solchen verhängnisvollen Gerätes bereits Franz Kafka. Seine zeitweilige Verlobte Felice arbeitete in einer Firma für Diktiergeräte. Es ist belegt, dass Kafka vorschlug, diese Geräte mit dem Telefon zu verbinden. Der Mann wusste, was nervt.&lt;/br&gt;Anrufbeantworter haben jedenfalls nie Anrufe beantwortet.&lt;/br&gt;Die Botschaft “Ich bin nicht da” teilt sich auch dadurch mit, dass man nicht abhebt.&lt;/br&gt;Hätte es wohl genug Aufregung gegeben, wenn Wulff nicht auf der Mailbox gelandet wäre? Allein, dass Anrufbeantworter widerspruchsfrei, schweigend das Gesagte hinnehmen, stiftet zu emotional ungehemmter Mitteilung an, die im direkten Gespräch unterbliebe. &lt;/br&gt;Reden Sie sich um Kopf und Kragen nach dem Signalton!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-8927745190451609227?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/8927745190451609227/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/anrufverantworter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8927745190451609227'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8927745190451609227'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/anrufverantworter.html' title='Anrufverantworter'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-3292914097778717195</id><published>2012-01-01T01:47:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T07:31:20.388+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Unterwegs'/><title type='text'>Notizen aus Paris</title><content type='html'>Zehn Jahre sind die Seine herabgeflossen, seit ich zuletzt ihr Bett säumte. &lt;/br&gt;Kam mir die Stadt mit den Metro-Mäusegängen schon immer gut besucht vor, so ist die Menschendichte nun auf Anschlag geschwollen. Latente Scham ist einem der Begleiter, wenn auf den großen Plätzen längst kein Platz mehr ist für Tauben. &lt;/br&gt;Der ungeheuer anschwellende Tourismus lässt keine Impressionen mehr zu, die sich mit Eindrücken der Impressionisten decken.  &lt;/br&gt;Anderthalb Stunden beträgt die normale schafartig erduldete Wartezeit etwa am Musée d’Orsay. Der letzte (nun freilich nicht mehr) Geheimtipp für Impressionisten-Verehrer sei hier vor die Menge geworfen: das relative abgelegene kleine Musée Marmottan, in dem man schon nach 15 Minuten Anstehen sehen kann, wie Monet zu sich findet und über sich hinaus will. &lt;/br&gt;Im Musee d’Orsay zeigt man gegenwärtig englische Kunst aus der Zeit Oscar Wildes. Der seinerzeit auch in vielen Vorträgen die These vertrat, dass Menschen bessere sind, wenn sie von schönen Dingen umgeben sind. Was zu seiner Zeit schön galt, tönt heute eher düster-melancholisch. Vor allem die Frauenhäupter auf den Gemälden der Epoche  scheinen allesamt von Migräneattacken geplagt. &lt;/br&gt; Doch sind wir denn heute von schönen, uns aufhellenden Dingen umgeben? Wo haben wir heute eine Chance, durch Schönheit besser zu werden? &lt;/br&gt;Die Damenköpfe auf den altenglischen Portraits jedenfalls verneinen jede Besserung und wirken erschöpft, als hätten sie sich gerade durch die großen Pariser Kaufhäuser gedrängelt, die um Weihnachten zudem von psychopathischen Schaufenstergestaltern heimgesucht werden. &lt;/br&gt;Die schönsten Boulevards entzaubern sich, wenn sich die Menge dort auf Tuchfühlung drängt. &lt;/br&gt;Doch gibt es in der Wirkung der Stadt Paris Konstanten. &lt;/br&gt;Noch immer hält das Stadtmarketing es nicht für nötig, eine Höflichkeitskampagne für den Umgang mit Touristen zu starten.  &lt;/br&gt;Noch immer wird sehr erfolgreich der Eindruck vermittelt, dass man beim vorhergehenden Besuch doch vergleichsweise günstig speiste. &lt;/br&gt;Noch immer müssen Innenarchitekten auf ihre Stunde warten, weil die meisten Cafés und Brasserien ihr Ambiente aus Georges-Eugène Haussmanns seeligen Zeiten nicht einmal aufpolieren. &lt;/br&gt;Der Mut zum Neuen tobt sich in Paris (nach Haussmann) immer nur punktuell aus. &lt;/br&gt; Zum Beispiel überbauen sie das, womit sie dereinst die abgerissenen Markthallen einmal überbaut haben, mit etwas, was sie ganz sicher bald wieder überbauen werden. &lt;/br&gt; Und sie demütigen sich neuerdings mit Weihnachtsmärkten, auf denen es (in korrekter Rechtschreibung!) „Glühwein“ oder sogar „Thüringer Rostbratwurst“ zum Einführungspreis von 5 Euro gibt. Einen Steinwurf vom Elysee-Palast beginnt die Nahrungsunion!  &lt;/br&gt;Noch etwas ungeschickt bettet das Personal, das, was mir noch vor Jahren von Franzosen als „Hundefraß“ apostrophiert wurde, in ein Baguette, in jene Klammer, die in Frankreich alle Nahrung fasst.  &lt;/br&gt;Das die Zuflucht ist für alle, die weniger als zehn Euro für einen Snack blechen wollen. &lt;/br&gt;Es ist ist einfach zuviel Besuch. Die Stadt der Liebe leidet unter deren Früchten.&lt;/br&gt;Die Welt braucht dringend mehr Parise. &lt;/br&gt;Ein Wohltäter der Welt, wer neue Reiseziele populär macht! &lt;/br&gt; Der Run auf die Stadt macht ein Einzimmer-Appartement ohne Balkon so teuer wie unser Haus daheim mit Garten. Schlangen bilden sich selbst am kleinsten Jazzclub oder Theater, was wohl weniger mit Kulturbeflissenheit zu tun hat als mit wachsendem Mangel an Zielen. &lt;/br&gt;Es muss dort ja nicht unbedingt die Rostbratwurst warten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-3292914097778717195?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/3292914097778717195/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/notizen-aus-paris.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3292914097778717195'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3292914097778717195'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2012/01/notizen-aus-paris.html' title='Notizen aus Paris'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7746914980776529563</id><published>2011-12-27T22:03:00.000+01:00</published><updated>2011-12-27T22:03:10.018+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technik'/><title type='text'>Schon wieder was aus der Handy-Wunderwelt</title><content type='html'>Nun hab ich schon extra eines der billigsten Handys (oder richtig "Handies"? Ist aber eh kein Englisch.) zugelegt, damit ich nicht mehr so oft im Komfort versinke.&lt;/br&gt;Handy-Geschichten habe ich auch schon genug erzählt.&lt;/br&gt;Und doch hat auch das billige Ding diese hassenswerten "Leistungsmerkmale".&lt;/br&gt;Es spottet sozusagen seiner Spottbilligkeit.&lt;/br&gt;Heute morgen zum Beispiel blieb der liebevoll programmierte Weckruf zunächst völlig aus. Na gut, dachte ich nach dem Verschlafen, hier überzeugt etwas Billiges von sich. Du hast es so gewollt. Erfreue dich am Versagen. &lt;/br&gt;Als ich aber das Teil heute um 13.27 Uhr ausschalten wollte, ertönte plötzlich ein nervöses Rufsignal, und auf dem Bildschirm stand: "Zur Erinnerung! Sie haben noch einen aktiven Weckauftrag." Nun bin ich gespannt, wann er eingelöst wird.&lt;/br&gt;Noch vor meinem nächsten Handykauf?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7746914980776529563?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7746914980776529563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/schon-wieder-was-aus-der-handy.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7746914980776529563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7746914980776529563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/schon-wieder-was-aus-der-handy.html' title='Schon wieder was aus der Handy-Wunderwelt'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-2837689229763317995</id><published>2011-12-22T09:30:00.000+01:00</published><updated>2011-12-22T09:32:26.757+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprechen'/><title type='text'>Gebt das "an" frei!</title><content type='html'>Die so genannte Weihnachtsstimmung, also dieser ins Versöhnliche neigende nucklige Halbschlaf zum Jahresende, wird mir immer wieder zerschossen von der Präposition “an”.&lt;/br&gt;Neu ist der Ärger um diese merkwürdige Ortsbestimmung "an Weihnachten" nicht, aber immer neu wirkend. Jedes “an” ein Dynamitröllchen in meinem dumpfseeligen Adventsbehagen, oder an demselben meinetwegen.&lt;/br&gt;Was hat eine Lokalpräposition  vor einem Zeitpunkt zu suchen? “Zur Angabe des Ortes” vermerkt Wikipedia, der Stern, der die Weisen lenkt, unmissverständlich zur Benutzung von “an”. &lt;/br&gt;Ist  “Weihnachten” etwa eine Kleinstadt? Kann ich es ins Navi tippen?&lt;/br&gt;Oder kann man, das wäre die andere Verwendung, womöglich “an Weihnachten” erkranken?&lt;/br&gt;Meine weihnachtlich-friedfertige Hoffnung, der sittenwidrige Präpositionalmissbrauch, welcher sich einst mit der Wende auf mein zumindest alltagssprachlich naturbelassenes Land ergoss, würde aussterben, hat sich leider nicht erfüllt. Man hätte es vorsorglich auf den Montagsdemos verlangen müssen. Zu spät.&lt;/br&gt;Zurückzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch der hilflose Versöhnungsversuch, es sei dies eine regionale Spezialität, und ich würde, was ich schon jetzt zurückweise, “zu” Weihnachten sagen.&lt;/br&gt;Gar nichts sage ich! “Ich fahre Weihnachten nach Hause” reicht völlig. Die Präpositionen haben Weihnachten frei, können sich mal ausruhen.  Und wo? Natürlich “zwischen den Jahren”.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-2837689229763317995?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/2837689229763317995/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/gebt-das-frei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/2837689229763317995'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/2837689229763317995'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/gebt-das-frei.html' title='Gebt das &quot;an&quot; frei!'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-3905626800065123706</id><published>2011-12-21T10:06:00.000+01:00</published><updated>2011-12-21T10:06:52.354+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technik'/><title type='text'>Der unmündige Verbraucher</title><content type='html'>Das macht mich, der ich sonst gern für süffisante Sottisen zu haben bin, nur noch wütend.&lt;/br&gt;Die jüngste Unverschämtheit aus dem Taumel des Abmahnrausches,  welcher sich fröhlich nährt aus einer inkompetenten Gesetzgebung, gepaart mit der Entrechtung von Bürgern und der Gier der Kanzleien.&lt;/br&gt;Eine bettlägerige Rentnerin ohne Computer und WLAN muss, hört am, rund 650 Euro bezahlen, weil die IP-Adresse eines illegalen Downloads ihr zugeordnet wurde. &lt;/br&gt;Mir ist nicht ersichtlich, warum nur die Strafverfolgung genaue Netzpotokolle erstellen und als Beweismittel verwenden darf. Warum darf der Bürger nicht seinen eigenen Netzzugang sicher protokollieren und diese Datei, die natürlich manipulationssicher sein muss oder beim Provider gespiegelt lagert, als Beweismittel vorbringen? Warum darf ich nach einer Internetsitzung nicht rechtsverbindlich feststellen, also selbst sehen und sicher zu meiner Verteidigung speichern, was in meinem Namen abgelaufen ist?&lt;/br&gt;Ebenso uneinsichtig ist, warum jemand haftbar wird, wenn irgendwer seinen WLAN-Hotspot knackt. Wäre ich, dieser 'Logik' folgend, auch schuldig, wenn auf meinem abgezäunten Grundstück ein Mord begangen wird? Wegen Bereitstellung des Tatorts? Wie hirnverbrannt wird die Internet-Rechtsprechung noch?&lt;/br&gt;Hier setzen raffgierige Anwälte und ignorante Gesetzgeber eine bedenkliche Prämisse: dass der Beschuldigte keine Beweismöglichkeiten hat. Dass der Bürger grundsätzlich keine Erlaubnis zur Verteidigung hat. &lt;/br&gt;Keine Meldung dazu aus den Ministerien, die sich angeblich für den Verbraucherschutz einsetzen. Wahrscheinlich verstehen die die Frage gar nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-3905626800065123706?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/3905626800065123706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/der-unmundige-verbraucher.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3905626800065123706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3905626800065123706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/der-unmundige-verbraucher.html' title='Der unmündige Verbraucher'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-8744045499211842980</id><published>2011-12-20T09:17:00.000+01:00</published><updated>2011-12-20T09:18:07.376+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volk'/><title type='text'>Böser Wulff?</title><content type='html'>Seit Tagen warte ich vergeblich darauf, dass in mir die sittliche Empörung über unseren Bundespräsidenten heranreift. Aber immer, wenn ich in meiner privaten Volksseele nachgucke, brodelt da nichts. Stille Nacht.&lt;/br&gt;Nun ja, er hat reiche Freunde, die manchmal ganz praktisch sind. Man kann sie beträchtlich anpumpen und im Urlaub bei ihnen für lau herumhängen. &lt;/br&gt;Auch buttern reiche Freunde im Wahlkampf ordentlich zu, wenn man in der richtigen Partei ist. Das ist vielleicht das Unschönste an der ganzen Geschichte, aber nicht ungewöhnlich. Als aufgeklärter Wähler weiß ich, wieviel Hochglanzanzeigen über die Wählbarkeit aussagen.Schade um das Geld bestenfalls, das ja nur angehäuft werden kann, wenn man Andere für sich arbeiten und zahlen lassen kann. Grundordnung nennt man das, glaube ich.&lt;/br&gt;Warum Wulff jedenfalls mit diesem sozialen Hintergrund nicht seinem unauffälligen Präsidentengewerbe nachgehen kann, leuchtet mir nicht ein. Botschafter durchwinken, Orden anheften, der tägliche Kleinkram.&lt;/br&gt;Eines seiner größten Verdienste bislang ist es, uns mit einer Ruckrede verschont zu haben.&lt;/br&gt;Wir sollten sie nicht erwidern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-8744045499211842980?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/8744045499211842980/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/boser-wulff.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8744045499211842980'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8744045499211842980'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/boser-wulff.html' title='Böser Wulff?'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-1518312084616769266</id><published>2011-12-18T16:49:00.000+01:00</published><updated>2011-12-18T17:43:50.724+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Was mit Medien'/><title type='text'>Leute heute</title><content type='html'>In der Zeitung stehen inmitten der Pflasterung aus Finanzkrisen, Terroranschlägen oder Erdrutschen plötzlich Meldungen wie „Ken Hottemüller, 33, Schauspieler, trinkt vormittags keinen schwarzen Tee.“&lt;/br&gt;Genau in der Zeit, die ich bräuchte, zu beschließen, dies nicht zu lesen, habe ich es gelesen.&lt;/br&gt;Dabei will ich sowas nicht einmal von mir selber wissen.&lt;/br&gt; Es ist die Rubrik „Leute heute“ oder so ähnlich.&lt;/br&gt;Oder :„Lisa Plum, 21, Model, wird erst wieder heiraten, wenn es mit XY, mit dem sie sehr, sehr glücklich ist, vorbei ist.“ Lässt sie in die Zeitung setzen. Und „Minka Popke, 23, Frontgirl der Band XY, ist es unwichtig, in der Zeitung zu stehen.“ Steht manchmal da sowas.&lt;/br&gt;„Leute heute!“, seufze ich.&lt;/br&gt;Regt einen mehr auf als so Vieles, das eigentlich Aufregung verdiente und nur noch kalt lässt.&lt;/br&gt;Zum Beispiel, wie sie im so genannten „arabischen Frühling“ darüber diskutieren, ob man den Touris  Alkohol ausschenken darf. Schon, dass sowas diskutiert wird, genügt, um nicht hinzufahren.&lt;/br&gt;„Leute heute!“, seufze ich, höchstens.&lt;/br&gt;Mir sind auch die Leute heute egal, die vormittags nicht heiraten und spätabends Kräutertee trinken.&lt;/br&gt;Dass ich das, ohne zu wollen, lese, weil mir die Buchstaben vor die Augen rutschen, bevor jene seitlich ausweichen können, wurmt mich. Ich empfinde es als Lesefalle, so eine Art Gehirnmissbrauch, Hirnstromverschwendung.&lt;/br&gt;Auch denke ich ja immer, dass ich es bin, der die Zeitung überfliegt. Dabei überfliegt sie mich. &lt;/br&gt;Andererseits: so lange Banales in der Zeitung steht, dreht sich die Welt.  &lt;/br&gt;Solange es „Leute heute“ gibt, gibt es Leute, auch solche unvermeldeten wie mich.&lt;/br&gt;Oder werden sie auch noch am Morgen vor dem Weltuntergang schreiben: „trinkt vormittags keinen schwarzen Tee“? Wer kennt schon die Leute heute?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-1518312084616769266?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/1518312084616769266/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/leute-heute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1518312084616769266'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1518312084616769266'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/leute-heute.html' title='Leute heute'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7291070457235124210</id><published>2011-12-15T17:42:00.000+01:00</published><updated>2011-12-15T17:42:50.600+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Was mit Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Trauer'/><title type='text'>Wahr oder falsch?</title><content type='html'>Dem deutschen Fernsehen nach zu urteilen, sind die Menschen am dümmsten nachmittags sechzehn Uhr.&lt;/br&gt;Spätabends werden sie dann hier und da etwas klüger, was aber nach Mitternacht schon wieder rapide abfällt. Da  sind sie dann triebgesteuert und B-Movie-genügsam, bis sie irgendwann im Morgengrauen noch mal die Abendschau von gestern abend sehen wollen.&lt;/br&gt;Es darf ja keinen Sendeschluss mehr geben, bei dem es früher ehrlich gerauscht hat. &lt;/br&gt;Alles, denkt man, ist sehenswerter als Rauschen.&lt;/br&gt; Am allerdümmsten aber, dabei bleibt es, ist das Fernsehen Nachmittags so sechzehn Uhr.Das baut sich so ab vierzehn Uhr schon stufenlos auf. Oder ab, kommt auf die Perspektive an.&lt;/br&gt;Sechzehn Uhr kommen, aber das weiß ich nun von &lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,803846,00.html"&gt;"Spiegel online"&lt;/a&gt;, seit neulich so genannte Fake-Dokus. Eine Fake-Doku ist, lerne ich staunend, was es eigentlich gar nicht geben kann, wenn man unter dem Dokumentarischen nichts anderes als die Wirklichkeit versteht. „Unwirkliche Wirklichkeit“ wäre ja gleichzeitig sich selbst und sein eigenes Gegenteil! Ein Katzenbiest nach Schrödinger, ein Graus für ganz und gar nicht zielgruppenrelevante Philosophen! Gegen „Unwirkliche Wirklichkeit“ sträubt sich der Kluge, der Dumme aber wundert sich erst gar nicht. &lt;/br&gt;Wobei noch zu klären ist, ob die Menschen wirklich dumm sind oder nur im Betriebszustand der Dummheit gehalten werden, weil sie so bequemer geparkt werden können. &lt;/br&gt;Das Interessante an all diesem Uninteressantem nachmittags sechzehn Uhr im (Privat)-Fernsehen ist nun, dass junge Menschen, die sich das wahrscheinlich reinziehen, weil sie denken, sie würden ewig leben und die paar weggeworfenen Stunden merkt man gar nicht, dass also junge Menschen es mehrheitlich als gleichgültig betrachten, ob die Wirklichkeit wirklich sei oder eine erfundene.&lt;/br&gt;Das ist insofern neu, als dass mittlerweile selbst die Mühe, zwischen „wahr“ und „falsch“ zu unterscheiden, schon zu groß geworden ist.  &lt;/br&gt;Es wird auch bald wurscht sein, wer wo welchen Krieg oder welche Revolution angefangen hat oder niedergeschlagen, welche Wahlen gültig oder ungültig sind, wer gut oder böse war. Ist ja eh alles nichts für sechzehn Uhr. Die Zeit nach den nicht gemachten Hausaufgaben.&lt;/br&gt;Die einzige Wahrheit, die stattfindet, ist, dass die Glotze an ist. Das treibt den Kontaktpreis für die Werbekunden hoch.&lt;/br&gt;Wohlverstanden schreibe ich, meinen Gelübden treu, hier nicht über das Fernsehen als solches, dessen ich schon vor längerer Zeit erschöpft  abgeschworen habe. Mir geht es um das sich ausbreitende Phänomen der Gleichgültigkeit gegenüber „wahr“ und „falsch“.Eine ganz einfache Entscheidung, binär, digital, vond er Intelligenz einer Diode, und doch schon zuviel.&lt;/br&gt;Immerhin erforscht, wie beim „Spiegel“ zu lesen, ein Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) das Ganze wirklich aufmerksam und leitet richtige Forderungen ab. Dazu ist es wahrscheinlich einmal erschaffen worden und hat eine große Zukunft vor sich. Aber die Wüste wird von einem Zentralinstitut für Versteppungsfragen nicht aufgehalten werden. Es wird irgendwann auch in der Wüste unter den Verwüsteten keine irgendwie hilfreiche Wüstenkompetenz mehr geben, sondern nur noch ein Vertrocknen und Verdursten. Wobei der neuzeitliche Verdurstende ohne den Hilfeseufzer nach „Wasser!“ scheidet. Ich nehme an, so gegen sechzehn Uhr nachmittags.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7291070457235124210?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7291070457235124210/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/wahr-oder-falsch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7291070457235124210'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7291070457235124210'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/wahr-oder-falsch.html' title='Wahr oder falsch?'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-1722654885258098885</id><published>2011-12-14T09:58:00.000+01:00</published><updated>2011-12-14T09:58:43.179+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technik'/><title type='text'>Nun kann man schon mit niemandem telefonieren</title><content type='html'>Mein Handy bietet, wie ich sehe, den Kundendienst des Lügens.&lt;/br&gt;Unter "Täuschungsanrufe tätigen" lerne ich, wie ich einen Anruf simuliere, wenn ich eine "Konferenz verlassen oder ein ungewünschtes Gespräch beenden möchte."&lt;/br&gt;Ich habe es gleich mal (zum Beenden eines Selbstgesprächs?) ausprobiert. Man muss es  nur diskret in der Hosentasche scharf machen. Nun ja, es klingelt nach weiteren zehn Sekunden und man bräuchte nun nur noch einen kleinen Schauspiel-Workshop übers Wochenende, um zu trainieren, wie man überzeugend "O Gott, es ist was mit Oma" sagt.&lt;/br&gt;Die neuen Kommunikationstechniken machen mal wieder bessere Menschen beziehungsweise besser funktionierende aus uns. &lt;/br&gt;Sollte man allerdings eines Tages mit einem wirklich wichtigen Anruf aus einer Konferenz herausgeklingelt worden sein, wird die verbliebene Runde dann womöglich nur ironisch konstatieren, dass Kollege X ein wenig oft die Täuschungsanruf-Funktion bemüht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-1722654885258098885?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/1722654885258098885/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/nun-kann-man-schon-mit-niemandem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1722654885258098885'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1722654885258098885'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/nun-kann-man-schon-mit-niemandem.html' title='Nun kann man schon mit niemandem telefonieren'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-6609299242254960641</id><published>2011-12-13T08:40:00.000+01:00</published><updated>2011-12-13T08:41:30.683+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><title type='text'>Was bleibt</title><content type='html'>Berlins Kurzzeit-Senator Michael Braun (elf Tage Rodeo) hat mich immerhin bereichert. Um das schöne, mir jedenfalls bis dato nicht geläufige Wort vom „Mitternachtsnotar“.Ein Wort voller Spuk und Geheimnis! Als ob sich zur Geisterstunde der Vampir aus dem Sarge hebt – und die Notarkosten entkräften den Vergleich kaum.&lt;/br&gt;„Mitternachtsnotar“ ist vielleicht überhaupt das einzige schöne, poetische Wort im ganzen Justizwesen überhaupt!  &lt;/br&gt;Als ich davon las, wie zu später Stunde einfältigen Gemütern Schrottimmobilien zugeeignet werden, registrierte ich natürlich erleichtert, dass mein einziger Notartermin am hellichten Tage stattfand. Die Nacht, welche sich damals dennoch auf mich senkte, war die gewöhnliche Finsternis des juristischen Ausdrucks. &lt;/br&gt;Unvorbereitet darauf, den Grundstückskaufvertrag vollständig vorgelesen zu bekommen, war ich darüber zunächst entsetzt, dann, von Seite zu Seite, zunehmend im Schrecken paralysiert.&lt;/br&gt;Ab Seite dreißig etwa hätte der Notar, ohne dass ich aus meiner Sedierung aufgeschreckt wäre, auch Sätze wie „Der Käufer wird morgen fünf Uhr hingerichtet“ einflechten können.&lt;/br&gt;Ich weiß noch, wie während seines kabbalistischen Gebrabbels alle Farbe aus allen Gesichtern wich. Ich sah mich (in einer Wachphase) um: hier ließ eine Handvoll erwachsener Menschen sich stümperhaft hypnotisieren, während draußen das Leben wogte, wie es freilich eben noch so wogt in Potsdam, aber immerhin. Hier beschwor ein merkwürdiger Kult, was die Natur eigentlich nicht vorgesehen hat: die Aneignung von Grund und Boden, beziehungsweise der dünnen Oberfläche. Das ganze Land, dachte ich mir in dieser Dämmerstunde der Spitzfindigkeit, ist in solchen Kanzleien durchgequasselt worden, jeder Quadratmeter auf künstlerisch minderwertigen Lesungen zerquatscht für Geld.&lt;/br&gt; Es muss sich freilich, wie das fürstliche Ambiente der Kanzlei verriet, durchaus lohnen, solche ausdrucksschwachen Vorträge zu geben. Doch bleibt mir unbegreiflich, wie Menschen, die Dichterlesungen grundsätzlich meiden, massenhaft klaglos durch diesen klanglichen Nebel reiten, der in juristischen Verträgen Busch und Tal füllt.&lt;/br&gt;Welch trauriges Los des Notars mithin, nach beträchtlichen Jura-Studienzeiten als ein Rezitator des Ausdruckslosen zu enden! Allzu verständlich ist es, dass er dieser Tristesse nicht anders zu entkommen weiß, als sich an den dünnen Halm einer politischen Karriere zu klammern.&lt;/br&gt;Wahrscheinlich hat er dort mit der gleichen apathischen Teilnahmslosigkeit des Publikumes gerechnet. Weit ist es ja auch nicht mehr bis dahin.&lt;/br&gt;Aber irgendwie wollen die Leute wohl generell nicht mehr Notar haben als nötig.&lt;/br&gt;Fürs erste aber danke für das schöne Wort „Mitternachtsnotar“. Und gute Nacht!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-6609299242254960641?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/6609299242254960641/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/was-bleibt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6609299242254960641'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6609299242254960641'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/was-bleibt.html' title='Was bleibt'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-1642855168517818394</id><published>2011-12-09T07:15:00.001+01:00</published><updated>2011-12-09T07:35:08.855+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschheit'/><title type='text'>23.59 Uhr</title><content type='html'>Rührend ist immer das Count-Down-Feeling, welches das Weltrettungs-Netzwerk Avaaz verbreitet, dessen Petitionen und Manifeste ich übrigens oft aus vollem Herzen unterstütze.&lt;/br&gt;Aber heute hieß es wieder: "24 Stunden zur Rettung unserer Demokratie". Neulich blieben irgendwie "drei Tage zur Rettung des Klimas" oder so. Man kommt sich vor wie in einem Bruce-Willis-Film.&lt;/br&gt;(Vermutlich ist die Filmparallele sogar der Anknüpfungspunkt an die Vorstellungswelt junger Wutbürger?)&lt;/br&gt;Die Menschheit scheint nunmehr permanent in Situationen zu sein, wie es Mütter sind, die den Kinderwagen von den Schienen des auf Sichtweite heranbrausenden Intercity ziehen. Täglich braucht es einen Hechtsprung aus dem Fenster, um das Glück der Erde aufzufangen.  Leben am Limit. Blauen Draht durchschneiden oder roten Draht? Ständig ist es nun 23.59 Uhr! Alle Menschen sind Stuntmen!&lt;/br&gt;Vielleicht ist es sogar so. Dann werde ich bald nur noch mit stärksten Beruhigungspillen vor die Tür treten können.&lt;/br&gt;Denn ich bin nicht Bruce Willis.&lt;/br&gt;Sekunden entscheiden bald.Eine Minute bis zum Untergang des Internet?  &lt;/br&gt;Kein Problem! Avaaz, ich eile!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-1642855168517818394?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/1642855168517818394/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/2359-uhr.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1642855168517818394'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1642855168517818394'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/2359-uhr.html' title='23.59 Uhr'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-8706310079438286608</id><published>2011-12-08T09:49:00.000+01:00</published><updated>2011-12-08T09:49:59.456+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lesen'/><title type='text'>Im Grimm</title><content type='html'>Die beeindruckendsten Grimmschen Märchen, derer im Grimm-Jahr 2012 reichlich gedacht werden wird, sind die schlecht erzählten.&lt;/br&gt;Wie literarisch genügsam man sich doch in den Katen die Abende füllte, wenn nicht gerade Rotkäppchen auf dem Spielplan stand! In der Gesamtausgabe findet sich eine Fülle geradezu hanebüchener Pistolen.  Sie wirken, als hätten die Grimms eher ein Demenz-Mapping veranstalten als Schätze bergen wollen. Die alten Leutchen, Grimms Märchenzapfsäulen, scheinen bisweilen schon ein bisschen durch den Wind gewesen zu sein.&lt;/br&gt;In den schlecht erzählten Märchen gelingt oft die märchenhafte Erlösung nicht. Viele sind pure Stoßseufzer von Elend. Oft hat der leidende Untertan seine Armut durch magische Mittel eher besiegelt statt beendet.&lt;/br&gt;Volkstümlichkeit ist auch nicht immer gemütlich. Kleinwüchsige und Behinderte sind oft böse. Auch ein Märchen mit unverhüllt antisemitischer Tendenz gibt es ("Der Jude im Dorn").Man kann auf das Grimmjahr also sehr gespannt sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-8706310079438286608?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/8706310079438286608/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/im-grimm.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8706310079438286608'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8706310079438286608'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/im-grimm.html' title='Im Grimm'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-8704535553489734442</id><published>2011-12-06T09:36:00.001+01:00</published><updated>2011-12-06T09:39:40.359+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geld'/><title type='text'>Mir ist heut so herabgestuft</title><content type='html'>Mit einem besonders windigen Anwalt, wie ihn George Clooney spielen würde, müsste man nun mal janz dicke international klagen: wegen seelischer Verletzung oder sogar Missbrauch! Denn gerade Menschen, die von Haus aus kein hohes Selbstwertgefühl besitzen, werden nun schon mit der Androhung der Herabstufung ihres Mutterlandes in ihrer psychischen Stabilität durch "Standard &amp; Poor's" geschädigt.Das Gefühl des Herabgestuftwerdens bedrückt ja viel weniger den privat gut finanzierten Finanzminister als den gemeinen Bürger. &lt;/br&gt;Wir sind jetzt alle ein bisschen schufa.  &lt;/br&gt;Das nun aber fördert natürlich ungemein alle möglichen psychosomatischen Beschwerden. &lt;/br&gt;Bald werden wir im Urlaub nicht mehr als "AAA"-Löcher stolz die Handtücher auf die Liegestühle werfen können. Solange jedenfalls die Briten nicht auch auf Ramsch sind.  Gesenkten Hauptes werden wir aus fremden Flughäfen schleichen, wenn wir uns das Reisen überhaupt noch werden leisten können. &lt;/br&gt;"Bonität" kommt von der lateinischen „Vortrefflichkeit“. Wir sind womöglich bald nur noch trefflich, wenn nicht gar getroffen.  Überschuldet, aber ohne ersichtliche Schuld im Einzelnen. Wer wird sich Silvester einen "Guten Rutsch!" wünschen, ohne bitter-gallig in den Abgrund zu lachen? &lt;/br&gt;Ein besonders windiger Anwalt, wie ihn George Clooney spielen würde, müsste einfach beweisen, dass "Standard &amp; Poor's" Schuld hat an meiner zunehmenden Premium-Schlaflosigkeit in Verbindung mit 1A-Depressionen. Eine Arbeitsunfähigkeitsrente wäre das mindeste. Und die Herabstufung von "Standard &amp; Poor's".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-8704535553489734442?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/8704535553489734442/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/mir-ist-heut-so-herabgestuft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8704535553489734442'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8704535553489734442'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/mir-ist-heut-so-herabgestuft.html' title='Mir ist heut so herabgestuft'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-1120606378645165102</id><published>2011-12-04T01:09:00.001+01:00</published><updated>2011-12-04T01:12:47.124+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Trauer'/><title type='text'>Wetten, dass nie wieder?</title><content type='html'>Es galt ein halbes Jahrhundert lang in vielen Wohnzimmern als selbstverständliches Opfer, dem Schrein der bewegten Bilder den Sonnabend-Abend darzureichen.&lt;br /&gt;Mal wurde gewettet, mal am laufenden Band mild geblödelt, mal weingärig geschunkelt – und immer simulierte das gemeinsame Zusehen eine Gemeinschaft. Die Menschen sahen einander nicht an und berührten sich höchstens beim gleichzeitigen Griff zu Salzstange oder Praline, sie waren durch nichts verbunden als durch diese flimmernden Hohepriester, zum Greifen fern.&lt;br /&gt;Der Familie in den Sechzigern etwa wäre nicht im Traum etwas anderes eingefallen, als am Sonnabendabend versammelt und sich selbst abgeschaltet vor der Glotze auszuharren, bis ein sphrärisches Rauschen nach Sendeschluss zur ähnlich verrauschenden Wirklichkeit rückvermittelte.&lt;br /&gt;Wir waren einstmals schon von Ansagerinnen hypnotisiert, die dann irgendwann als erste aus dem Bild gehen mussten, als man begann, die Bindungen zu kappen. Man würde nun, unter dem Stress der Vielfalt, nicht mehr für Vollhypnose garantieren können, sondern nur noch für Schlaflosigkeit. &lt;br /&gt;Das müde Fernsehen versuchte, seine Jünger fortzustoßen und zu zerstreuen in alle seine Winde. &lt;br /&gt;Wie groß müssen die Bildschirme noch werden, bis ihr seht, dass nichts mehr zu sehen ist? &lt;br /&gt;Zu wie vielen Kanälen muss noch der Fluss versickern?&lt;br /&gt;Mir scheint, dass mit dieser reich beunkten (und wie schon viele vor ihr von mir nicht gesehenen) „Wetten, dass...?“ – Ausgabe nun die Letzten vom Lagerfeuer fortgestoßen wurden.&lt;br /&gt;Ein TV-Zeitalter ist definitiv zu Ende gegangen.&lt;br /&gt;Die Gemeinschaft der Glotzenden ist gekündigt, hochauflösend.&lt;br /&gt;(auch wird übrigens noch kaum das alte Wort „Sendung“ verwendet, welches geschöpft war aus dem Anspruch, tatsächlich etwas zu verschicken, zu versenden.)&lt;br /&gt;Die Frage nach dem Nachfolger des Hohepriesters ist das Pfeifen im Walde.&lt;br /&gt;Da draußen ist niemand mehr, der euch eint.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-1120606378645165102?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/1120606378645165102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/wetten-dass-nie-wieder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1120606378645165102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1120606378645165102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/wetten-dass-nie-wieder.html' title='Wetten, dass nie wieder?'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-4959291155361038084</id><published>2011-12-02T10:43:00.000+01:00</published><updated>2011-12-02T10:44:27.446+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Was mit Medien'/><title type='text'>Die Rückblicksplage</title><content type='html'>Zu den wichtigsten hygienischen Vorkehrungen für die emotional hochelektrische Schlussphase des Jahres gehört eine strikte Jahresrückblick-Abstinenz.&lt;/br&gt;Bloß keine Menschen/Bilder/Sonstwas "des Jahres"!Jahresrückblicke gaukeln eine Nachhaltigkeit in der Verarbeitung von Ereignissen vor, die gar nicht beabsichtigt ist. Die Rückblicke dienen allein der Sendezeit- und Zeitungsspaltenverfüllung mangels frischer Stoffe, ausreichender Besetzung und Jahresrestkreativität in den Redaktionen. &lt;/br&gt;Es braucht die vorgefertigte Nachbereitung, um die Stille nicht zuzulassen. Medien leiden unter Frieden und Ruhe.&lt;/br&gt;Es muss das Jahr auch nicht für mich von fremder Hand geordnet werden. Ich war doch dabei. Wer Ende Dezember aus dem Koma erwacht, dem mag es eine willkommene Integrationshilfe sein, sich solche Schnipselwerke anzutun. Für mich ist es wie Nachsitzen.&lt;/br&gt;Kaum ist man froh, es sich endlich mal ein wenig nett zu machen, da kippt der ganze Unrat des Jahres noch einmal durch den Kanal. Muss denn wirklich im Kerzenschein noch einmal die Chronik der Kernschmelzen und Zeltplatzgemetzel durchdekliniert werden? Am liebsten Monat für Monat, so dass man, bei Dezember angekommen, längst schon wieder vergessen hat, was im Januar war?&lt;/br&gt;Es ist wie in einem Horror-Restaurant: alles, was besonders nicht geschmeckt hat, wird noch einmal serviert. Und zum Festmenü erklärt. Die Fütterung der Stopfgänse ist human (respektive anserinan) im Vergleich zu diesem großen Wiederkäuen.&lt;/br&gt;Also keine Rückblicke. &lt;/br&gt;Vorausblicke schon gar nicht.&lt;/br&gt;Blicken heißt nämlich noch lange nicht Sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-4959291155361038084?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/4959291155361038084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/die-ruckblicksplage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4959291155361038084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4959291155361038084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/die-ruckblicksplage.html' title='Die Rückblicksplage'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-6136801252274975251</id><published>2011-12-01T08:41:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:43:17.510+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technik'/><title type='text'>Abschied von der Tastatur</title><content type='html'>Die Geräteindustrie fördert nach Kräften den unkreativen Ein-Weg-Benutzer, den Nur-Verbraucher.&lt;/br&gt;Die Tablets - man gibt ihnen eine große Zukunft -  haben nur noch eine Nottastatur.  &lt;/br&gt;Für den seltenen Fall, dass sich das Selberwasschreiben partout nicht vermeiden lässt (Adressfelder in Online-Shops, obwohl man die auch aus dem Kundenrechner schnüffeln kann).&lt;/br&gt;Gaffen reicht, und Zuhören reicht auch. Die meisten Laptops haben Eingänge, die für eigene Musikaufnahmen unbrauchbar  sind. Der Leitungseingang ist oft nur in Mono.&lt;/br&gt;Der Trend geht zum regungslosen Datenstromableiter. Gehirne sind lediglich Rieselfelder, auf denen Werbebotschaften durch die Bluthirnschranke sickern sollen. &lt;/br&gt;Einzig die kleine Maus (respektive Touchpad) wird man der Endstelle lassen. Irgendwomit muss dort schließlich "Kaufen" angeklickt werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-6136801252274975251?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/6136801252274975251/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/abschied-von-der-tastatur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6136801252274975251'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6136801252274975251'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/12/abschied-von-der-tastatur.html' title='Abschied von der Tastatur'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-4580847815789504974</id><published>2011-11-29T09:27:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:43:52.766+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><title type='text'>Missglückende Masken</title><content type='html'>Warum kommen Spitzenpolitiker immer so entschieden den Karikaturisten entgegen?&lt;/br&gt;Kohl verbirnte zusehends.&lt;/br&gt;Bei Angela Merkel senken sich die Mundwinkel ins Bodenlose. &lt;/br&gt;Macht im (nominell) obersten Level bewirkt durch den ungeheuren Zwang zur Präsenz wohl auch zwangsläufig ein Face-Morphing. &lt;/br&gt;Je höher das Amt, umso tiefer gräbt es sich ein. Das Gesicht des Spitzenpolitikers ist die Knautschzone der Macht.&lt;/br&gt;Das ständige Vorkommen-Müssen in Bildermedien führt seinerseits zum Einstudieren einer individuellen Kasperlefigur, die man für alle Fälle immer dabei hat. Ein Popanz-Plugin, das möglichst leicht eingeschaltet werden kann.&lt;/br&gt;Dem Gesicht wird überhaupt zu viel Wirkung abverlangt: es soll Schreckensmaske sein für den politischen Gegner, Hütehundeblick für das eigene Volk, Avatar für das Parteiprogramm. &lt;/br&gt;Auch meißelt der Politiker bereits linkisch an seinem Denkmal.&lt;/br&gt;Es wird aber oft eben nur die halbe Karikatur.&lt;/br&gt;Zu viel an zu sehr Gewolltem kann nur im Komischen enden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-4580847815789504974?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/4580847815789504974/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/missgluckende-masken.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4580847815789504974'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4580847815789504974'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/missgluckende-masken.html' title='Missglückende Masken'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-5592043603780983710</id><published>2011-11-27T21:50:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:44:20.122+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volk'/><title type='text'>Kopf-Bahnhof</title><content type='html'>Richtungsweisend für die Entwicklung der direkten Demokratie waren die Erläuterungen für die baden-württembergischen Volksentscheid-Teilnehmer.&lt;br /&gt;„Mit ‚Nein’ stimmen Sie gegen die Verpflichtung der Landesregierung, Kündigungsrechte zur Auflösung der vertraglichen Vereinbarungen mit Finanzierungspflichten des Landes bezüglich des Bahnprojekts Stuttgart 21 auszuüben.“&lt;br /&gt;Man frage das Volk so, dass es die Frage nicht versteht, und schon kriegt man die richtige Antwort.&lt;br /&gt;Oder wird erreichen, dass das Bürgerlein erschrocken vom Mitregieren zurückweicht.&lt;br /&gt;Dabei wurden längst nicht alle sprachlichen Möglichkeiten ausgelotet, um zu zeigen, welch komplizierte Fragestellungen die Politiker dem Volk gern abnehmen.&amp;nbsp;Wie wäre es mit&amp;nbsp;„...stimmen Sie für die Ablehnung der Zustimmung zur Absage der Verpflichtung...“?&amp;nbsp;Sind Sie dafür, dass Sie dagegen sind, dafür zu sein?&lt;br /&gt;Wenn Sie sagen:&amp;nbsp;„Ich verstehe nur Bahnhof“, wussten Sie zumindest in BaWü immerhin schon verdammt genau, worum es am Sonntag ging.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-5592043603780983710?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/5592043603780983710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/kopf-bahnhof.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5592043603780983710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5592043603780983710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/kopf-bahnhof.html' title='Kopf-Bahnhof'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-8133667996418758521</id><published>2011-11-25T09:56:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:44:43.015+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werte'/><title type='text'>Waten im Park</title><content type='html'>Es ist immer etwas unangenehm, Joggerinnen bereits im mäßigen Spazierschritt zu überholen.&lt;/br&gt;Ihrer windschlüpfrigen Funktionswäsche zum Hohn vorbei zu schlendern.&lt;/br&gt;Man möchte nicht arrogant sein. Aber noch langsamer kann ich nicht, schon als Mann auch.&lt;/br&gt;Sie weiß den aerodynamischen Vorteil ihrer hochwertigen Sporttrikotage gar nicht auszunutzen. &lt;/br&gt;Und sind das Ballettschuhe?&lt;/br&gt;Manchmal hechtet nun ein Gazellentyp an uns beiden vorbei, als befänden wir uns auf einer griechischen Vase.  Was der wohl denkt? &lt;/br&gt;Wohl nichts, denn sicher muss sein Körper bei diesem mörderischen Tempo den Sauerstoffverbrauch des Gehirns noch strenger regeln als ohnehin beim Extremsport.&lt;/br&gt;Ich müsste ja auch mehr tun. Die meiste Zeit sitze ich am Schreibtisch, den Körper in ewigem Stand-by-Modus.&lt;/br&gt;Irgendwas dazwischen müsste es sein, zwischen Gazelle und Geisha. &lt;/br&gt;Vielleicht in plotzbunter Jack-Wolfskin-Überlebensmontur nordisch walken. Seltsamer Weise aber sehen mir Nordic Walker immer so eroberungswütig aus. Als ob sie gerade irgendwo einmarschieren.&lt;/br&gt;Ich weiß, dass es natürlich dumm ist, alles Mögliche nur hinsichtlich der Wirkung auf Andere zu bewerten.&lt;/br&gt;Unter dem Stirnband, mit welchem die Joggerin wiederum aussieht, als bereite sie sich auf einen rituellen Selbstmord vor,  kreisen ihre Gedanken sicher nur um ein kalorienfreies Knäckebrot mit einer Margarine aus verhungerten Fettsäuren. Oder (mitläufig?) um linksdrehenden Joghurt, der natürlich in Wirklichkeit überhaupt nicht dreht und eine Woche vor dem Verfallsdatum sowieso weggeworfen wird aus Respekt vor den unberechenbaren Zellkulturen.&lt;/br&gt;Ich sage im Vorbeigehen nicht „Guten Morgen!“ und schon gar nicht „Sport frei!“, denn bei Erwiderung würde sie unweigerlich kollabieren.&lt;/br&gt;Aber ich muss weiter, langsam weiter.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-8133667996418758521?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/8133667996418758521/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/waten-im-park.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8133667996418758521'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8133667996418758521'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/waten-im-park.html' title='Waten im Park'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-53189661209704136</id><published>2011-11-24T08:02:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:45:12.406+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geld'/><title type='text'>Die Tracht der Banker</title><content type='html'>Mit ihren ins Festliche spielenden feinen Anzügen wirken die Banker zunehmend, als gingen sie zu einer Beerdigung statt, wie es bislang schien, zu einem Festgelage.&lt;br /&gt;Wahrscheinlich greifen sie noch mehr als früher zu dunklen Tönen, um Mitgefühl zu heischen und Schirmbedürftigkeit auszudrücken.&lt;br /&gt;Die Berufsbekleidung der Banker gehört zu den Täuschungstrachten.&lt;br /&gt;Das heißt, ihr Berufskleid dient nicht, wie etwa der Kittel des Handwerkers, der Schmutzabweisung, sondern der Kunden-Illusionierung.&lt;br /&gt;Kunden tragen im Allgemeinen zu besonders schönen Anlässen feinen Zwirn. In diesen Ereignisrang sollten auch Kreditnahme und Anlageberatung fallen.&lt;br /&gt;Schlips und Kragen produzierte Seriosität.&lt;br /&gt;Nicht genug, wie wir allmählich erfahren.&lt;br /&gt;Mit ihrem Assoziationswandel hin zu "Beerdigung" könnte die Bankerkluft von einer Täuschungstracht zu einem Bußgewand mutieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-53189661209704136?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/53189661209704136/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/die-tracht-der-banker.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/53189661209704136'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/53189661209704136'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/die-tracht-der-banker.html' title='Die Tracht der Banker'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-665772060718041761</id><published>2011-11-23T00:35:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:45:34.836+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Trauer'/><title type='text'>Wieder einer fehlt</title><content type='html'>Da sitzt man am Schreibtisch, macht sich was zu essen, wäscht Wäsche oder geht spazieren, guckt wie so oft vor dem Schlafengehen noch einmal nach, ob das Internet noch da ist und&amp;nbsp;liest unverhofft, dass derweil Georg Kreisler verstorben ist.&lt;br /&gt;Was mich weißgott mehr betroffen macht als ein kollektiver Austrittt Halbeuropas aus dem Euro.&lt;br /&gt;Hatte vor einiger Zeit noch so einen Heidenspaß daran, wie Tim Fischer so genau seinen Witz traf, sein Jungbrunnen war.&lt;br /&gt;Alles, was gut gemacht ist, verschwindet erbarmungslos.&lt;br /&gt;Grad erst Loriot.&lt;br /&gt;Da können sie gleich noch den achtmilliardsten Menschen melden - es wird immer leerer im Gedränge.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-665772060718041761?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/665772060718041761/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/wieder-einer-fehlt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/665772060718041761'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/665772060718041761'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/wieder-einer-fehlt.html' title='Wieder einer fehlt'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-5789761906818777118</id><published>2011-11-21T18:07:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:46:10.406+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Abseits'/><title type='text'>Zu früh</title><content type='html'>Wenn ich irgendwo zu früh bin, was mir mit meiner übertriebenen Höflichkeit oft passiert, greife ich auf mittlerweile allerhand erlernte Techniken imUmgang mit solchen Zeitlöchern zurück.&lt;br /&gt;Ich ziehe am liebsten spazierend Kreise um den Terminort. Manchmal entdeckt man dabei etwas, einen Laden oder eine Gedenktafel oder einen kleinen Park.&lt;br /&gt;Oder eines der immer seltener werdenden Cafés, in denen man herumsitzen kann, ohne als Herumsitzender aufzufallen. Eine echte Rarität, nicht nur auf dem Lande, wo niemand mehr irgendwo hingehen muss, um herumzuhängen.&lt;br /&gt;Das Schlimmste aber ist, in Vorzimmern in Gesellschaft genervter Sekretärinnen warten zu müssen, welche nun beschäftigt tun müssen.&lt;br /&gt;Nervös tackern sie dann irgendwas zusammen und zischeln "Ich ruf später zurück" ins Telefon, mit einem giftigen Blick in meine Richtung.&lt;br /&gt;Zu früh ist man noch unerwünschter als Stunden zu spät. Man spürt, kein Existenzrecht zu haben, was sehr anstrengend ist.&lt;br /&gt;Leider schaffe ich es nicht, wie alle anderen zu spät zu erscheinen und routiniert Ausreden zu plappern.&lt;br /&gt;Wie gesagt, übertriebene Höflichkeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-5789761906818777118?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/5789761906818777118/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/zu-fruh.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5789761906818777118'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5789761906818777118'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/zu-fruh.html' title='Zu früh'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-1791641720232646538</id><published>2011-11-18T07:20:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:46:25.371+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprechen'/><title type='text'>Füßchenfrage</title><content type='html'>Manchmal wären schon kleine Gänsefüßchen ein Zeichen.&lt;br /&gt;"Welt" oder "Focus" verzichten darauf, wenn sie vom rechtsradikalen "Thüringer Heimatschutz" schreiben.&lt;br /&gt;Doch ohne ist dieser, ich erschrecke geradezu beim Lesen, schon fast in der Gesellschaft angekommen.&lt;br /&gt;Heimatschutz, Verfassungsschutz - eine Soße?&lt;br /&gt;Oder steckt ein "V-Mann" in der "Welt"?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-1791641720232646538?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/1791641720232646538/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/fuchenfrage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1791641720232646538'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1791641720232646538'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/fuchenfrage.html' title='Füßchenfrage'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7972371364445539562</id><published>2011-11-16T09:14:00.000+01:00</published><updated>2011-12-01T08:46:39.934+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Abseits'/><title type='text'>Falsche Fische</title><content type='html'>Ziemlich daneben lag ich heute morgen, als ich das Falsche bei McDonald bekam. Ich hielt es für das Fisch-McDingens, aber der nette Junkfood-Dealer klärte mich darüber auf, dass es das Hühnerdingens war. &lt;br /&gt;Ich habe das Staunen noch nicht verlernt. Da hatte ich mich also um eine ganze Wirbeltierklasse vertan!&lt;br /&gt;Nun frage ich mich, ob meine Geschmackszellen überhaupt noch eigene Entscheidungen fällen, wenn sie offenbar, einmal auf sich gestellt, eine so breitbandige Toleranz entwickeln. &lt;br /&gt;Wie es scheint, sind sie stattdessen längst unter Verzicht eigener Urteile darin eingearbeitet, nach Konvention zu schalten, also stets den Geschmack hervorzurufen, den eine vertraute Optik und, noch besser, Beschriftung vorschlägt.&lt;br /&gt;In einem "Nordsee"-Restaurant wäre man sogar schon vor dem Betreten der Filiale geschmacklich vorprogrammiert und würde nie etwa Karamell schmecken, selbst wenn der entsprechende Fischziegel durch irgendein lebensmittelchemisches Backwunder diese Eigenschaft erworben hätte.&lt;br /&gt;Ich bekam übrigens heute morgen anstandslos das Richtige nachgeliefert, dessen englische Benennung ich übrigens jeden Morgen aufs Neue ablese und einstudiere. Die freundlichen jungen Leute fanden es auch nicht krank, dass ich Fisch zum Huhn gesagt hatte. Geschmacklich irren ist menschlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7972371364445539562?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7972371364445539562/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/falsche-fische.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7972371364445539562'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7972371364445539562'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/falsche-fische.html' title='Falsche Fische'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-6333172082402829609</id><published>2011-11-13T11:14:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:47:00.219+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Volkskunde'/><title type='text'>Die Magie der Bude</title><content type='html'>Bald werden die Menschen wiederAufatmen unter dem Schaubeton.&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Das Loslassen von hundert JahrenArchitekturgeschichte versprechen im Advent wieder altdeutsche Favelas.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Budenbezirke mit einer sklerotischen Wirkung auf Fußgängerzonen. Zwangs-Entschleunigung, Massenfluchtaus der Moderne. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Gleichwohl geliebt!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Der Deutsche liebt den Rückfallzur frühmittelalterlichen Bude. Allein unbehandeltem Kieferholz sind nicht zuletzt die Dünsteseiner vorfestlichen Gaumenfetische zuzumuten. Grünkohlschwaden, Zuckernebel undAltfett-Aerosol teeren die Borke im harzigen Geviert.&amp;nbsp;Glühwein und Grog sedieren derweilwohltuend das Stilempfinden.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Bude ist schiefe Gestaltgewordene Rückwärts-Sehnsucht mindestens nach dem Mittelalter, wenn nicht sogarnach der vorzeitlichen Höhle. Und Freud wollen wir besser gar nicht erstfragen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Zur Vermeidung einer, soweitdenkbar, ekstatischen Gemütlichkeit, sind kreischbunte Fahrgeschäfte und ebensogleisnerisch luminiszierende Tombolas&amp;nbsp;&amp;nbsp;zwischengeschaltet,die den örtlich Betäubten stets wieder in die Zeit des Kraftstroms undAngebrülltwerdens zurückbeamen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Zu jeder Bude gehört übrigens einDesperado mit einem stattlichen Bestand unschenkbarer Geschenke.&amp;nbsp;Er schaut aus seiner Bude heraus,als müsse er ganzjährig darin wohnen, ohne Dusche und Fernseher.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Immerhin ist er neuerdings immer öfter erlöst von einerwohl selbst in Guantanamo umstrittenen Dauer-Beschallung. Es ist nämlichdeutlich stiller geworden in den kunstbeschneiten Labyrinthen, seit die Racheengelder GEMA, die Abmahnung im Gewande, die Gegend unsicher machen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Was bleibt in Wiederkehr, ist dieBude.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Unkaputtbar durch alle Architektur-Moden.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die kleinste Zelle dervorweihnachtlichen Gesellschaft. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Zeitinsel städteplanerischer Anarchie.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sehnsuchtsort Bretterverschlag.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Budenzauber.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-6333172082402829609?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/6333172082402829609/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/die-magie-der-bude.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6333172082402829609'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/6333172082402829609'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/die-magie-der-bude.html' title='Die Magie der Bude'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-4382099181307451783</id><published>2011-11-11T11:50:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:47:27.804+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zukunft'/><title type='text'>Optimierte Straße</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Neulich die Oranienburger Straße in Berlin abends lang gekommen und sie verändert gefunden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Vor Jahren quirlten hier elektrisierte Touristen hinauf und hinab und wieder hinauf. Drängten sich fast von den Gehsteigen und fanden schon das Gedrängtsein schwer angesagt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Der Autoverkehr war aus Gründen  der Bewahrung von Urbanität weise aufrecht erhalten worden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Gepflegt trashige Läden säumten die erregten Menschenströme, welche gleichfalls gepflegt trashig auszusehen erstrebten, um sich sowohl von den Vorstädten wie vom Bürgerlichen beidseitig zu distanzieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Neulich also ging ich beinahe ganz allein durch die nunmehr LED-bunte, durchsanierte City-Kulisse.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Auch der spärliche Autoverkehr trug nur noch minimal zur Urbanität bei.&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Das Alternative der Geschäfte war nun so gepflegt, dass es längst eine Alternative zum Alternativen darstellte, notwendig geworden unter dem Argument des allmächtigen Quadratmeterpreises. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Alles war bunt, sauber, hell und still. Ein Game-Over-Bildschirm.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Allein wisperten die ebenso LED-bunten optimal verschlankten und so schick eingewickelten Nutten, dass nichts Körperliches mehr an ihnen war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Diese Straße, dachte ich mir, kommt schon ganz gut ohne Passanten aus.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-4382099181307451783?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/4382099181307451783/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/optimierte-strae.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4382099181307451783'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/4382099181307451783'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/optimierte-strae.html' title='Optimierte Straße'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-3512148030995155564</id><published>2011-11-09T23:01:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T08:47:48.071+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschheit'/><title type='text'>Doppelköpfe</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Als vor kurzem der siebenmilliardste Mensch so herzlich willkommen geheißen ward wie eine biblische Plage, wurde ich daran erinnert, dass zu meiner Kinderzeit nur etwa die Hälfte dieser Anzahl erreicht war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Also, so folgerte ich, müsste es doch heute doppelt so viel gute Musik und gute Romane geben, doppelt so zahlreich epochale Erfindungen und gute Witze oder Aphorismen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Aber nichts dergleichen! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Es kann sich also beim weiteren Anwachsen der Menschheit nur um ihre Verdünnung handeln.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Wobei sich auch der Einzelne mit der halben Kultur, halberfüllenden Jobs und entsprechend halben Beziehungen begnügen muss.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Es gibt vermutlich nur eine endliche Menge an Geist pro Menschheit, die sich in wenigen Jahrzehnten auf zehn Milliarden Dumpfbacken aufteilt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: inherit;"&gt;Homo Homöopathicus.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-3512148030995155564?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/3512148030995155564/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/doppelkopfe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3512148030995155564'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3512148030995155564'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/doppelkopfe.html' title='Doppelköpfe'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-5424124986600682675</id><published>2011-11-08T22:19:00.000+01:00</published><updated>2011-12-01T08:48:10.084+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Führung'/><title type='text'>Volks-Phobie</title><content type='html'>Eine gewisse Volksphobie hat die Europäische Union entwickelt.&lt;br /&gt;Immer schon hat der Pöbel schöne Pläne zunichte gemacht. Mag er im Bauch gespürt haben, dass die Rosinenträumenicht zu Ende geträumt sind.&lt;br /&gt;Den Integrations-Alchimisten der Kommission erschien das Volk schon immer als undankbarer und gefährlicherQuerulant.&lt;br /&gt;Bockige Dänen damals, die nicht in die Eurozone wollten.&lt;br /&gt;Nicht einmal das EU-Parlament ließ man erwachsen werden.&lt;br /&gt;Jetzt gefährdete allein die Vorstellung einer Volksabstimmung die palliative Behandlung Griechenlands.&lt;br /&gt;Zuviel Mitbestimmung führt in den Untergang.&lt;br /&gt;Das Volk hat ja keine Ahnung, wieviel Ahnung man haben muss, um Politik gegen die Wand zu setzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-5424124986600682675?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/5424124986600682675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/volks-phobie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5424124986600682675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5424124986600682675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/volks-phobie.html' title='Volks-Phobie'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-8876724681474927153</id><published>2011-11-05T00:58:00.001+01:00</published><updated>2011-11-05T00:59:56.036+01:00</updated><title type='text'>Nr.51, November 2011</title><content type='html'>Occupy Schlossallee!&lt;br&gt;Die vornehm blau gehaltenen Quadratzentimeterchen waren im Spiel Monopoly das schönste Ziel unserer nur mäßig kultivierten Gier.&lt;br&gt;Auch wenn weltfremder Weise niemals eine Ereigniskarte kam, die von Finanzkrisen irgendwelche Verluste ableitete, mündete trotzdem jedes Spiel in eine ärgerliche Phase. Sie trat ein, sobald der Gewinner eigentlich feststand, aber aus einem gewissen Lustprinzip heraus darauf bestand, dass wir so lange unsere Runden drehen, bis wir alle auch wirklich pleite waren.&lt;br&gt;Ein Spiel macht keinen Spaß, wenn es nur noch Einem Spaß macht.&lt;br&gt;Wir anderen begannen der Regeln zu fluchen, deren Gunst wir bis vor kurzem noch erhofften.&lt;br&gt;Monopoly, das doch das Monopol im Namen führte, fanden wir fehlkonstruiert, weil es zu Monopolen führte, genauer gesagt nicht zu eigenen.&lt;br&gt;Ein asoziales Grinsen entstellte derweil das Gesicht des noch vor Stunden so geselligen Spielfreundes, dem jetzt die ganze Pappe gehörte. Dunkler Blutrausch ließ ihn satanisch glühen. Uns fröstelte.&lt;br&gt;Am widerlichsten war, wenn er kichernd anfing, Spielgeld-Almosen zu verschenken, weil wir doch anders nicht mehr die horrenden Mieten für die kleinen Plastikhäuschen bezahlen konnten. Teilschuldenschnitte, um sich noch ein wenig, es ging meist schon auf Zwei,an unserer Verzweiflung zu laben.&lt;br&gt;Wir Verlierer hätten die Spielregeln ändern sollen.&lt;br&gt;Haben wir aber nicht.&lt;br&gt;Denn jede neue Regel, welche das Wachsen der Kluft zwischen Arm und Reich vermeiden könnte, hätte die Lust am Spiel gelöscht.&lt;br&gt;Die Aussicht, mehr zu haben als andere, ist nun einmal einer der ganz wenigen wirksamen Handlungsantriebe des Menschen.&lt;br&gt;Von einer Handvoll Idealisten abgesehen, die sich für lau anstrengen, etwas zu erreichen, was sie meistens nicht erreichen.&lt;br&gt;Angesichts der Natur des Menschen und seiner Erfahrungen mit Regeländerungen kann auch "Occupy Wall Street" kein Herzenswunsch nach Umsturz sein.&lt;br&gt;Okkupation hat noch immer den Beiklang, dazugehören zu wollen, nicht es abzuschaffen.&lt;br&gt;Die Bewegung kokettiert mit ihrer Aussichtslosigkeit.&lt;br&gt;Nur nichts formulieren.&lt;br&gt;Dafür, dass alle wirklichen Versuche zur Alternative in Mangelwirtschaften und Diktaturen verödet sind, haben die Menschen noch nicht einmalangefangen, sich zu schämen. &lt;br&gt;Ich erwarte im Übrigen, dass das Allermundewort "Occupy" irgendwann von der Werbung entdeckt wird. Occupy ist geil. Occupy "Occupy"!&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Vielleicht müssten wir uns nur daran gewöhnen, in einem Taumel der Zahlen zu leben.&lt;br&gt;Die vielen Nullen ignorieren, als banale Ovale nicht mehr ins wirkliche Sein einrechnen.&lt;br&gt;Der Gesellschaftsvertrag besteht dann nur noch darin, bloß keine Verbindlichkeiten einzufordern, die den Taumel auffliegen lassen.&lt;br&gt;Sondern nur noch neue eingehen.&lt;br&gt;Jede Münze ist am Ende freilich gelogen. Und gilt dann doch.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Lektüre: der neue Eco. "Der Friedhof in Prag". Auch ein schönes Lehrstück darüber, dass Geschichtemachen statt Idealen nachzuhechten eher Süppchenkochen ist.&lt;br&gt; Und ein Lehrstück über die Macht der Fälschung! Die Macht der falschen Auslegungen, Nachrichten, Treuebekenntnisse,Identitäten. Die Welt ist ein fruchtloser Sisiphosberg für Wohlwollende und ein einträglicher Abenteuerspielplatz für Schurken.&lt;br&gt;Eco zeigt auch, dass er als friedlicher Autor doch niederträchtig genug denken kann, um sich in die erfolgreichen Zyniker hinein zu versetzen.&lt;br&gt;Er lässt uns in geistigem Gift baden.&lt;br&gt;Einzig wäre dem Buch bekommen, wenn nicht so zettelhaft lauter Kochrezepte reingeklempnert wären. Gern mit allerhand Gekröse. Soll es schaudern? Es sind Stellen, die nur das Erzählen anhalten.&lt;br&gt; Vieles bleibt zudem unübersetzt, kulinarischer Zungensalat. Wenn manimmer große Verlage, auch Hanser, weinen hört über abnehmende Wertschätzung sorgfältig lektorierter Bücher,wundert man sich immer über die ausbleibende geringe Mühe, dem Leser fremdsprachige Zitate und Begriffe (in diesem Fall meist Speisen) zu übersetzen. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;War es nun ein Liebeslied oder Klagesang, der über der letzten Buchmesse waberte, sobald das Wort "E-Book" fiel?&lt;br&gt;Wahrscheinlich beides. &lt;br&gt;Verlage und Buchhändler hassen es, das E-Book, wollen aber daran verdienen, weil es nun mal da ist. &lt;br&gt;Eine schwierige Beziehung. Ein wahrer E-Bocksprung ist hier gefragt! &lt;br&gt;Widerstrebende Motivationen, Selbstzwang zur Liebe unter Ekel.&lt;br&gt;Und am Ende schimpfen alle auf Amazon, weil die es hemmungslos treiben.&lt;br&gt;Wie ein wachsende Zahl Leser, die man allzu gerne regutenbergisieren würde.&lt;br&gt;Im Alltag ist das dann so: mir zum Beispiel hat es in Buchläden immer gefallen, dort Bücher anzulesen, auch einen Kaffee zu trinken. Das macht unbestritten mehr Spaß, als Leseproben-Samples zu laden. &lt;br&gt;Andererseits bin ich sehr froh darüber, dass ich, zum Beispiel, den neuen Roman von Umberto Eco mit seinen mehr als 500 Seiten auf meinem schmalen Kindle in der Jackentasche habe. Ich lese gern unterwegs, da ist der Ereader ein wahres Billyregal im Schokoladentfafelformat. &lt;br&gt;Seit ich ihn habe, lese ich sogar noch mehr als früher, als ich eben dicke Bücher nicht in die Jacke, ja nicht einmal mehr in den Rucksack mehr bekommen hätte.&lt;br&gt; Nur: es entfällt mit diesem neuerdings der Anreiz, eine Buchhandlung aufzusuchen. &lt;br&gt;Denn dort demonstriert man mir, dass man mich als Kunden nicht schätzt. Lesegeräte sind so lieblos platziert, wie es den Ängsten entspricht, die man vor ihnen hat.  &lt;br&gt;Dabei könnte man mir vielleicht im Buchladen geeignete Präsentationen von E-Books anbieten, die man dann direkt dort kaufen könnte. &lt;br&gt;Es hätte vielleicht auch schon längst einen E-Reader geben können, der auch die Strichcodes von Papierbüchern lesen kann, um zu prüfen, ob es das Buch auch digital gibt.&lt;br&gt; Aber nichts geschieht.&lt;br&gt;Nur großer Klagesang, der krampfhaft bemüht ist, wie ein Liebeslied zu klingen.&lt;br&gt; "Eine Maschine wird nie eine solch emotionale Kundenbindung erzeugen können wie ein Mensch", sagt zum Thema Thalia-Chef Busch der dpa.&lt;br&gt; Wissen die eigentlich noch, was die so sagen den ganzen Buchmessetag über?&lt;br&gt;Wenn man sich nämlich Feind Amazon zum Beispiel genauer ansähe, jene böseste aller Buchmaschinen,stieße man überrascht auf allerhand menschliche Bindung.&lt;br&gt; Über Bücher kann dort diskutiert werden, Autoren können sich mit eigenen Worten vorstellen, Leser können Empfehlungen geben. &lt;br&gt;In welchem Buchladen 'draußen' geschieht so etwas? &lt;br&gt;Was geschieht überhaupt?&lt;br&gt;Papier mag dem Sprichwort nach geduldig sein.&lt;br&gt;Das Digitalbuch, fürchte ich, ist es nicht mehr.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Kenn ich nicht. Kann nix taugen.&lt;br&gt;Das ist der verlässliche Reflex der Journaille auf die Vergabe des Literatur-Nobelpreises, wenn diese sich nicht mit den Erwartungen einiger Pferde-Wettbüros deckt.&lt;br&gt;Dann dürfen Ignoranz und Ahnungslosigkeit die Unwissenheit unbekümmert, ja exhibitionistisch feiern.&lt;br&gt;Stolz auf Ignoranz - so etwas gibt es mittlerweile, und es wächst und wird als Trotz der unüberschaubaren Fülle entgegen gehalten.&lt;br&gt;"Tomas Wer?", schreibt der "Stern". Einen "schwedischen Nobody" nennt ihn "Focus". "Spiegel online" will sogarden ganzen Literaturnobelpreis abgeschafft vorschlagen, weil Tomas Tranströmer die verrottete Journaille nicht sozu beschäftigen weiß wie eine Amanda Knox, in deren und ähnlichen Geschichten "wir uns erkennen, in denen wir die Welt erkennen".&lt;br&gt;Als Welt ist hier die Scheibe zu sehen, auf welche der Planet zur besseren Übersichtlichkeit von den Medien gerade platt gewalzt wird.&lt;br&gt;  Ob 1929 einer "Thomas wer?" getitelt hatte?&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Man nehme ein Wort und schaue sich an, was es wirklich sagt. Heute: "Entdeckt werden."&lt;br&gt;Es sagt, seiner Decke beraubt zu werden.&lt;br&gt; Fast jedem Entdeckten (ob Eingeborener oder Künstler), ist etwas fortgezogen worden, das ihm zuvor Schutz war.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Ein schönes Beispiel der naiven Unbekümmertheit unseres Copy-and-Paste-Zeitgeistes ist die Hartnäckigkeit, mit der gewisseUnwahrheiten ungeprüft sich halten und gemütlich ausbreiten.&lt;br&gt;Im Zusammenhang mit dem Jubiläum des Anwerbevertrages mit der Türkei flackerte wieder die hanebücheneBehauptung durch die Medien, Berlin sei die dritt-, wenn nicht gar die zweitgrößte türkische Stadt.&lt;br&gt;Man staune, aber rechne bloß nicht nach.&lt;br&gt;In Wahrheit ergibt sich ein Platz in den hinteren Dreißig.&lt;br&gt;Macht aber nichts. Latent schwebt es als Bedrohungskürzel über den Häuptern der Eingeborenen.&lt;br&gt;Wie lange noch wird Berlin wenigstens das größte Dorf außerhalb des ländlichen Raumes bleiben?&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Auf einer Versteigerung in Berlin, so lese ich in der FAZ, werde erwartet, dass ein Rechtfertigungsmanuskript aus der FederErich Honeckers 50-tausend Euro erbringe.&lt;br&gt;Warum schreibe ich nicht einmal so etwas Wertvolles?&lt;br&gt;Dafür gibt es keine Rechtfertigung. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Und auch wieder ein neues Wort erfunden: "Unschuldsminenfeld".&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-8876724681474927153?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/8876724681474927153/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/nr51-november-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8876724681474927153'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/8876724681474927153'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/11/nr51-november-2011.html' title='Nr.51, November 2011'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-11256102474823071</id><published>2011-10-01T01:27:00.000+02:00</published><updated>2011-11-05T01:30:17.878+01:00</updated><title type='text'>Nr. 50, Oktober 2011</title><content type='html'>Meine innere Vorratsdatenspeicherung hat bemerkt: in den frühen Neunzigern, als das Internet noch zäh wie Sirup durch das Telefonmodem sickerte, hieß es von einem, der da zu stolzen Minutenpreisen auf einen Seitenaufbau wartete, dass er im Internet "surfe".&lt;br&gt;Dieses dynamische Verb wird merkwürdiger Weise in diesem Zusammenhang umso seltener verwendet, je schneller das Netz wird.&lt;br&gt;Damals stellte sich die nichtsurfende Mehrheit die freakige Minderheit der Internetbenutzer als auf Atlantikwogen dahinbretternde Wellenreiter vor, braungebrannt an frischer Luft mit Waschbrettbauch.&lt;br&gt; Keines dieser Attribute war natürlich je angebracht.&lt;br&gt;Wie es sich in den ersten Jahren im Internet surfte, surfte es sich höchstens auf der Binnenalster bei Ölpest.&lt;br&gt;Heute werden meist statische Verben benutzt.&lt;br&gt;Der gläserne Bürger "ist" einfach nur "online".&lt;br&gt;Kritische Geister sagen auch gern, dass jemand im Internet "herumhängt" oder darin sogar "versackt".&lt;br&gt;Alles jedenfalls außer Surfen.&lt;br&gt;Je schneller man um die ganze Welt hastet, desto eher fühlt man sich auf der Stelle.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Wähler surfen gern, wenn sie unzufrieden sind.&lt;br&gt;Sie sind ständig auf der Suche nach Parteien, die noch nicht enttäuscht haben. Leicht werden solcheMenschen die Beute von Piraten, wie auch jene selbst Opfer der an sie gerichteten Erwartungen werden müssen.&lt;br&gt;"Piratenpartei" ist ein lustiger Name, und irgendwie wollen die jungen Surfer, so hört man, dass es alles umsonst gibt. Jedenfalls im Internet, aber das ist ja schon die halbe Wirklichkeit.&lt;br&gt; Ein besseres Wahlversprechen als "alles umsonst" gibt es gar nicht. &lt;br&gt;Als Verfasser geistiger Produkte, welche ich narzisstischer und wohl auch naiver Weise für schützens- und bezahlenswert halte, ist mir die Piratenpartei natürlich noch etwas unheimlich.&lt;br&gt;So ganz kann ich mich immer noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass, wie es sich allmählich durchsetzt, die Autorendafür bezahlen, dass man sie liest.&lt;br&gt;"Freies Kopieren" und "allgemeine Verfügbarkeit von Werken" propagiert die Piraten-Partei auf ihrer Homepage. &lt;br&gt;Dort wirbt sie für "innovative Geschäftskonzepte, welche die freie Verfügbarkeit bewusst zu ihrem Vorteil nutzen und Urheber "unabhängiger von bestehenden Marktstrukturen" machen.&lt;br&gt;Wenn gar nichts mehr rumkommt, weil innovative Geschäftemacher für freie Verfügbarkeit sorgen, ist natürlich für den Verfasser die größtmögliche Unabhängigkeit von Marktstrukturen erreicht.&lt;br&gt;Und das noch für die Nachkommen! Denn  die "drastische Verkürzung der Dauer von Rechtsansprüchen auf urheberrechtliche Werke" steht auch auf der Listeder neuen Erfolgspartei, welcher Meinungsforscher bereits das Hineinsurfen in den Bundestag prophezeien.&lt;br&gt;  Ich erinnere mich, dass Piraten in alten Geschichten ein Auge immer verdeckt halten.&lt;br&gt;In der Seefahrt nutzten sie das tags bedeckte Auge, um bei Nacht damit besser sehen zu können.&lt;br&gt;In der Politik ist es wohl eher das Auge, mit welchem sie die Kreativen im Blick haben.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Der Mensch geht, sagen wir mal, souverän mit Warnungen um.&lt;br&gt;Vergnügt wirbt die Branche für das 3D-Fernsehen. Auf ihren Werbebildern sehen die Zuschauer mit dieser Shutter-Brille, die meiner Erinnerung nachschon &lt;a  target="_blank" href="http://www.radiobremen.de/fernsehen/3_nach_9/classics/kalender152_date-20110417.html"&gt; &lt;u&gt;Werner Höfer getragen&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; hat, fast immer aus, alssäßen sie in einer Achterbahn. Dort sollen sie wahrscheinlich auch hin, zur möglichst einfältigen Bespaßung. &lt;br&gt;Die Technologie ist hochwillkommen, die Reduktion von Inhalten zu legitimieren. &lt;br&gt;Es wird hart daran gearbeitet, ein sich zu emanzipieren drohendes Medium immer wieder aufs Neue zum Rummelplatzvergnügen zu degradieren.&lt;br&gt;Zum Anderen juckt den (Ver-)Kaufsrausch nicht, dass man durch langes 3D-Glotzen das räumliche Sehvermögen tatsächlich einbüßen kann,weil die Augen irgendwann keine wirkliche Tiefe mehr wahrnehmen, sondern nur die getäuschte in Bildschirmabstand.&lt;br&gt;Na, wenigstens die Natur hat noch echten Humor.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Lektüre: "Ansichten eines Clowns" von Heinrich Böll.&lt;br&gt;Bei Böll erfahre ich im Osten am genauesten, wie es im Westen lief.&lt;br&gt;Wie ähnliche, allgemeine Anpassungsmuster unter anderen Rahmenbedingungen zu anderen Verhärtungen führten.&lt;br&gt;Und doch erleben alle das Gleiche.&lt;br&gt;Den damals (1963) vor allem wegen seiner Religionskritik diskutierten Roman kann man heute als einen Roman überdie Einsamkeit eines zu frühen 68ers lesen. Der miefkritische Romanheld Hans Schnier endet als auf dem Bahnhof singender Obdachloser. Wenige Jahre später hätte ihn schon die Welle, wer weiß, in die Instanzen getragen.&lt;br&gt;Noch aber führt Klarsicht in die Isolation.&lt;br&gt;Zur Darstellung eines heutigen Außenseiters wählte ein Autor übrigens sicher nicht den Beruf eines Clowns. Er ist allzu verbreitet. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Irgendwann unlängst ist in mir ein Schalter umgelegt worden und ich habe die Erwartung aufgegeben, es könnten eines Tages die unentwegt und so gut wie überall stattfindenden Straßen-Bauarbeiten beendet sein.&lt;br&gt;Meine letzte Utopie ist damit im Eimer.&lt;br&gt;Jene Utopie, die verhieß, dass alles mal irgendwann fertig aufgebaut ist.&lt;br&gt;Und alle Menschen werden User. &lt;br&gt;Einfach fahren, benutzen, aussehen lassen.&lt;br&gt;Aber der zügige Verfall ist selbst bei relativ frischen Nachwende-Autobahnen ganz sicher gleich mit eingebaut worden. Von denen ich annahm, sie würden hundert Jahre halten. Es gibt aber, was eigentlich der Lernstoff war, gar nichts mehr für hundert Jahre.&lt;br&gt;Der ständige Verfall aller nur kurzlebigen Installationen zwingt zum ständigen Aufbohren, Aufschachten und Neuverfüllen, natürlich mit demdazugehörigen Lärmpotenzial.&lt;br&gt;Meine dreißig Kilometer Arbeitsanfahrt waren, wie ich rekapituliere, eigentlich noch nie baustellenfrei.&lt;br&gt;Als ich nun, einen Extrastau auf der AVUS-Baustelle wegen der Funkausstellung vermutend, lieber von unserem Dorf zum nächsten Regionalbahnhof fuhr, gab es von dort keinen Zugverkehr bis nach Berlin. WegenBauarbeiten.&lt;br&gt;Leider hatte ich den Fahrschein schon längst entwertet.&lt;br&gt;Ich bin sicher auf meinem Weg zu völliger Desillusionierung noch nicht am Ende.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Es gibt aber jetzt, lese ich, immerhin eine technische Einparktechnik via Handy, bei welcher der Fahrer neben dem Auto stehend zuschaut.&lt;br&gt;Das nun habe ich seit langem erwartet.&lt;br&gt;Dass die Technik irgendwann den Kerl am Lenkrad ganz rausschmeißt.&lt;br&gt;Er (respektive sie) ist unnütz. Weiß oft selber nicht, warum er/sie fährt. Gefahren werden kann bald gänzlich ohne Insassen.&lt;br&gt;Dies wird allenthalben als erhöhter Sicherheitskomfort gewertet werden.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Der Papst war da. &lt;br&gt;Surfte auf dem Zeitgeist.&lt;br&gt;Das Motto des Papstbesuches ließ mich an der Glaubensfestigkeit der Katholiken zweifeln.&lt;br&gt;"Wo Gott ist, da ist Zukunft", lautete dieses merkwürdige Motto.&lt;br&gt;Heißt das etwa, dass Gott gar nicht, wie in der Bibel zu lesen, überall ist?&lt;br&gt;Oder alles ist sowieso Mumpitz, weil mit und ohne Einstein überall Zukunft ist und mit und ohne Gott auch.&lt;br&gt;Die von weit angereisten Papstgucker (neues Wort: "staulustig"?) schienen mir nicht groß darüber nachzudenken.&lt;br&gt;Hauptsache, es klingt gut und hat eine Ausschlussklausel für Atheisten.&lt;br&gt; Ist aber nicht doch ein bisschen Blasphemie, Gottes Allgegenwart in poppigen Zweifel zu ziehen?&lt;br&gt;Oder kommt es darauf nun auch schon nicht mehr an?&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-11256102474823071?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/11256102474823071/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/10/nr-50-oktober-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/11256102474823071'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/11256102474823071'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/10/nr-50-oktober-2011.html' title='Nr. 50, Oktober 2011'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-1524099078166531633</id><published>2011-09-01T01:31:00.000+02:00</published><updated>2011-11-05T01:33:27.219+01:00</updated><title type='text'>Nr. 49, September 2011</title><content type='html'>Gelegentlich der Urlaubsreise in Rom aufgefallen, welch niedere Motive zu später (buchstäblich:) angesehensten Sehenswürdigkeitenführen.&lt;br&gt;Die Lust, beim Töten zuzuschauen, brachte das Kolosseum hervor. Die Verwandlung eines Glaubens in eine Bereicherungsmaschineführte zu den unermesslichen Kunstschätzen des Vatikans und den Sammlungen seiner Kardinäle.&lt;br&gt;Wir bestaunen die Wucherungen der Gier.&lt;br&gt;Vernunft und Bescheidenheit lassen eher selten Sehenswürdigkeiten entstehen.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Besondere Verwirrung des norwegischen Orientierungsgestörten.&lt;br&gt;Doch wie viel hat die auch auf ihn angewandte Bezeichnung "Fundamentalist" eine Berechtigung? Ich frage mich dasjedes Mal, wenn ich diesen Begriff höre oder lese.&lt;br&gt;Was haben zum Beispiel religiöse Fundamentalisten mit den Fundamenten ihres Glaubens zu tun?&lt;br&gt;Hat der Fundamentalist nicht (wenn der Glauben löblich) eben jene Fundamente verlassen?&lt;br&gt;Oder hat jedes Anschauungssystem wie eine Religion oder Ideologie die Potenz desHasses und der Wut, sobald sie eifrig genug verfolgt wird?&lt;br&gt;Im ersten Fall sollte man den Täter begrifflich nicht mit Fundamenten in Verbindung bringen.&lt;br&gt;Der zweite Fall mag lehren, von Anschauungssystemen immer ein Mindestmaß Distanz zu halten.&lt;br&gt;Warum sonst heißen die Friedfertigen immer "die Gemäßigten"?&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Die Jugend-Proteste, besonders entflammt jüngst (und gelöscht?) in England. erscheinen blind, weil sie keine Theorie haben.&lt;br&gt;Es gibt keine Ideologie mehr, kein Weltveränderungskonzept. &lt;br&gt;Der Mangel an solchen geistigen Fackeln resultiert daraus, dass alle Erlösungs-Theorien widerlegt sind oder gescheitert, salonunfähig (auch gemacht). &lt;br&gt;Tausende Spaß-Angebote haben zudem den Ernst längst für uncool erklärt.&lt;br&gt;Es bleibt bei Bedarf der Empörung nur noch Fenster einzuschlagen oder Autos anzuzünden. &lt;br&gt;Es ist die Ohnmacht der Orientierungslosen.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Das Unterbewusstsein riegelt energisch ab.&lt;br&gt;"Geschichtsklitterung!", ruft es aus der Unionsfraktion, wenn man die rührselige Geschichtsklitterung desso genannten Mauergedenkens anspricht.&lt;br&gt;Sofort als Freund des Einmauerns wird verschrien, wer sanft daran erinnert, dass es keine Mauer gegeben hätte,wären 1939 und erst recht 1941 alle Deutschen schön zuhause geblieben.&lt;br&gt;Sie haben sich aber als teilbare Beute aufgedrängt.&lt;br&gt;Doch jede Buße ist ihnen unzumutbar.&lt;br&gt;Für Krieg und Gaskammer akzeptieren sie keinen Preis. Ihnen ist immer nur Unrecht geschehen. Die Opferrolle ist einfach zu schön.&lt;br&gt;Dieses Volk bleibt Verdrängungsweltmeister.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Aus der Fairness heraus, nicht vorverurteilen zu wollen, eine Leseprobe der "Schoßgebete" der Charlotte Roch heruntergeladen(man möchte fast formulieren: "heruntergeholt"). &lt;br&gt;Nun schreiben auch Viele gleich, es sei unfair, nach nur der Leseprobe probehalber zu verurteilen, aber ich hätte auch bei Vollkauf nach zwei Seiten abgebrochen und dafür meinen guten Grund.&lt;br&gt;Denn wahrhaft schrecklich ist diese mechanische Pornographie, und man sollte sie nicht in sein Leben lassen, wenn einemnoch an Lust gelegen ist.&lt;br&gt;Wie ein Pianola, das Chopin spielt. Tot, klirrend, arm. &lt;br&gt;Mühelos hat die Pornographie nunmehr den "seriösen" Buchmarkt besetzt wie eine Schlammlawine, die bei Hochwasser aus dem Gully steigt. Allen Reiz des Körperlichen reißt sie fort und macht ihn banal.&lt;br&gt; Ich bin sehr froh, noch die Zeit erlebt und ausgelebt zu haben, da Sex trotz allerhand Aufklärung immer noch eine Grenzübertretung und Schamüberwindung und damit erst aufregend war.&lt;br&gt;Was tun mir alle Leid, die so brachial ernüchtert werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Gleich noch einmal habe ich mich grantelnd wider den galoppierenden Zeitgeist gestellt und denFacebook-Account gekündigt. &lt;br&gt;Hatte in diesem trotz neugieriger, freundlicher Zuwendung keine menschgemäße Art und Weise der Kommunikation entdecken können. &lt;br&gt;Vor allem, dass manche Mitteilung durch die nicht überschaubare Vernetzung auch Unbekannten zugestellt wird, irritierte, ja blockierte mich.&lt;br&gt; Schon normale Internet-Foren erweisen sich mir oft als Potenziermaschinen der Missverständnisse. &lt;br&gt;Und was eigentlich sucht die Facebook-Kommunikation? Bestätigung, Anerkennung, doch nicht Widerwort? &lt;br&gt;Dazu wird alles Flüchtige sauer eingelegt,  bis es rasch in Müll und Vergessen versinkt.&lt;br&gt; Die Entscheidung zwischen "Gefällt mir" und "Gefällt mir nicht" ist dann auch wirklich zu stumpfsinnig. &lt;br&gt; Menschen mit der umfangreichsten Netz-Kommunikation, beobachte ich,  sind oft im wirklichen Leben verstummt oder kaum erreichbar, rufen zum Beispiel niemals mehr an, geschweige, dass es altmodische Einladungen gibt.&lt;br&gt;  Mit der geschwätzigen Vernetzung hat sich das eigentliche Schweigen ausgebreitet.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Sehr beruhigt gewesen, als "Bild", aber auch "Spiegel" vom großen globalen Bankrott titelten, dem Riesen-Börsen-Absturz. Was so beunkt wird, kommt nicht.&lt;br&gt;Katastrophen wurden noch nie von Headlinern vorherbestimmt. &lt;br&gt;Zeitungen handeln ja nicht mit Tatsachen, sondern mit Angst.&lt;br&gt;Daher darf man beruhigt sein, wenn sie den Welt-Untergang hinausposaunen und beängstigt, wenn sie die Ruhe preisen. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Und noch einmal was aus dem Urlaub: warum nur laufen deutsche Senioren so gern in diesen khakifarbenen Patronenwesten herum, in welchensie wie "Volkssturm im Golfkrieg" aussehen?&lt;br&gt;Hat wieder einmal das Wort "praktisch" jedes Stilempfinden erstickt oder ist es verbliebenepreußische Restmilitanz?&lt;br&gt;Auf den ersten Blick wirken sie in Verbindung mit dem deutschen Standard-Miesepeterblick, als sollte man ihnen auf keinen Fall die nächste Rentenerhöhung streitig machen.&lt;br&gt;Aber die Schlaufen in der Kampf-Weste beherbergen höchstens einen Kugelschreiber für das Kreuzworträtsel. Oder Medikamente. Aus der Kampfweste wurde die Krampfweste.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-1524099078166531633?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/1524099078166531633/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/09/nr-49-september-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1524099078166531633'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1524099078166531633'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/09/nr-49-september-2011.html' title='Nr. 49, September 2011'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-225236189596933093</id><published>2011-08-01T01:33:00.000+02:00</published><updated>2011-11-05T01:35:35.793+01:00</updated><title type='text'>Nr. 48, August 2011</title><content type='html'>Als auch die USA am Schlund des Bankrott ankamen, entdeckte ich den süßen Charme der Möglichkeit, dassnunmehr alle Staaten und ergo Menschen dieses Planeten gleichzeitig zahlungsunfähig würden.&lt;br&gt;Eine (allzu plausible) planetare Pleite!&lt;br&gt;Alle würden sich anschauen und wundern, bei wem sie denn so viele Schulden hätten.&lt;br&gt;Abgesehen vielleicht von einer Handvoll Multi-Milliardäre, die hinter immer höher eingefriedeten Anwesennach der Ursache der (allein dort verbliebenen) Depressionen forschen.&lt;br&gt;Aber ich bin sicher, dass wir uns, wenn wir alle gemeinsam auf der Welt zahlungsunfähig würden, besser leiden können, neidlosendlich und frei von erfüllbaren Forderungen.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Auf den Sommer ist Verlass, soweit es das vitale Interesse am Vergessen betrifft. &lt;br&gt;Gnädig versinkt in der öffentlichen Beachtung der große Anlauf, den noch einmal der große Anlaufnehmer der SteuervereinfachungPaul Kirchhof nahm, um den Dschungel zu roden. Durchgerechnet, einleuchtend.&lt;br&gt;Na gut, nicht ganz durchgerechnet. Denn der Dschungel lebt. Er ist ein Kletterwald, um sich nach oben zu hangeln, wenn manlange Arme hat und ein bisschen frech ist. &lt;br&gt;Wer schlau und gerissen ist, hat kein Interesse an einer Welt, die Schlauen und Gerissenen keine Vorteile mehr bietet.&lt;br&gt;("Vorteil" ist ein mildes Wort für die Möglichkeit, sich ab eines gewissen Reichtums das Zahlen von Steuern so gut wie vom Leibe zu halten.)&lt;br&gt;Im Falle vorgeschlagener radikaler Reformen ist Abwarten über den Sommer hin nunmehr schlau genug.&lt;br&gt;Was treibt da der Kirchhof so hoffnungslos Sinnvolles? Lernt man im Alter nicht das Resignieren?&lt;br&gt;Paul Kirchhof wurde, wie die "Welt" berichtete, auf der Woge seiner vorsommerlichen Beachtungbereits von Fans um Autogramme gebeten. Er war ein Held. Das dürfte genügen. &lt;br&gt;In der Sommerfrische grübeln die Bürger lieber, wie sich die Urlaubsreise steuerlich absetzen lässt.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Lektüre: die Memoiren der Wilhelmine von Bayreuth und unglücklichen Schwester des nur wenig glücklicheren Friedrichs des Großen. &lt;br&gt;Kaum plastischer zu sehen, wie unzweckmäßig und unzulänglich Staatspolitik in Rastern eines Familienlebens geformt werden kann. &lt;br&gt;Soldatenkönig und Frau sind ja gar nicht besonders bösartig, nicht bösartiger als jedermann. Sie sind nur schlichtweg überfordert mit ihrer Rolle, intellektuell und emotional. &lt;br&gt;Wie gern wird Friedrich Wilhelm der Erste verklärt zum sparsamen Volkswirt, wie verheerend dagegen sind seinemenschlichen Führungsqualitäten. Gleichwohl ist er in die Führung hineingeboren und darin zu guten Teilen verloren.&lt;br&gt; Was allgemein Hof-Intrige genannt wird und auch unter dem angeblich autoritätsstarken Monarchenpaar wuchernd blüht, sind oft die einzig verbliebenen Schleichwege, auf denen die Eliten dazu kommen können, Politik zu machen. &lt;br&gt;Natürlich zu ihrer Bereicherung. Politik dient so oft zuerst der Bereicherung. &lt;br&gt;Panisch Getriebene allesamt in der königlichen Familie, gehaltene Elefanten, Drohnen, Heiratstauschtiere, unfähig, noch zu wissen, was allein sie selbst wollen.&lt;br&gt; Gekrallt von Kronen.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Er müsste eigentlich turmhoch die Kür zum "Wort des Jahres" gewinnen: der Stresstest.&lt;br&gt;Wer nicht weiß, ob was taugt, was er tut, und das ist heute jeder, lässt einen "Stresstest" los.&lt;br&gt;Banken, Bahnhöfe und Kraftwerke zuerst, aber auch Versicherungen prahlen, ihn bestanden zu haben.&lt;br&gt;Für meinen PC wird er auch schon angeboten.&lt;br&gt;Das Wort beginnt bereits zu stressen.&lt;br&gt;Der Test soll die Angst beseitigen, die immer an Bord ist, wenn Menschen etwas erfinden oder planen.&lt;br&gt;Aber er kann nur einen Hauch von Ergebnis haben, denn Stress ist erst dann Stress, wenn er kein Test ist. &lt;br&gt;Es gibt, wie sich als Erkenntnis langsam durchsetzt, für jede Sicherheit eine mögliche Katastrophe.&lt;br&gt;Der Stresstest definiert nur die Grenze zum Reststress.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Der momentane Modehund, lese ich, sei der Dackel.&lt;br&gt;Das gibt mir als Tierfreund sehr zu denken.&lt;br&gt;Was wohl ist da nun mit den ehemaligen Modehunden passiert?&lt;br&gt;Wurden die irgendwo abgegeben, eingefroren bis zur nächste Mode, oder heimlich ausgerottet?&lt;br&gt;Was passiert einem Lebewesen, das aus der Mode kommt?&lt;br&gt;Wer füttert gern, was nicht im Trend liegt?&lt;br&gt;Man sieht zum Beispiel keine Pudel mehr.&lt;br&gt;In meiner Kindheit sah ich sie oft. Auch meine Großmama führte welche aus.&lt;br&gt;Pudel konnte man richtig frisieren. (Versuchen Sie das mal beim aktuellen Modehund!)&lt;br&gt;Oder man hat Pudel, wie ich bestürzt in der Wikipedia lese, bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts in Paris zur Reinigung durch die Röhren der Kanalisation gescheucht.&lt;br&gt;Muss man sie dort nun suchen? &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Was wohl würden Unternehmen tun, die mit "Omas Eintopf" oder Kuchen "nach Uromis Rezept" werben, wenn sich Sechzigjährige dort mal wirklich bewürben? &lt;br&gt;Da mir die Rentenversicherung gerade schriftlich mitgeteilt hat, dass sich die Zahlungen in meinem Fall um (bis jetzt) ein Jährchenverzögern, sind solche Überlegungen nicht abwegig.&lt;br&gt;Ich könnte einem Produkt, welches "nach Altvätersitte" hergestellt wird, auch kinderlos dienlich sein.&lt;br&gt;  Ergraute Häupter werden gern als Qualitätssiegel für das vermeintlich besonders Gute, Rare, Traditionsbewusste genommen.Dabei soll natürlich auch nur der Maschinen-Massenmist der Jungen verkloppt werden.&lt;br&gt;Es ist in der modernen Produktion gar keine Zeit für Omis Rezept.&lt;br&gt;Aber dann sollte man bitte auch Omi-Missbrauch zu Werbezwecken unter Strafe (Rente?) stellen.  &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Auffallend ist, dass ein guter Klang bei Musikinstrumenten fast immer von großem Aufwand und teurem Material abhängt.&lt;br&gt;Das Billige klingt arm. &lt;br&gt;Daher kommt mir die Frage, ob wir wirklich auf den Klang achten oder nicht doch nur einer Rückprojektion von Wert und Aufwand erliegen. &lt;br&gt;Oder hat, da würde es zwangsläufig übernatürlich, die Natur Klang und Beschaffungsaufwand verkoppelt?&lt;br&gt; Silber ist ein Metall, das akustischen Schwingungen folgen kann, Zinkblech nicht.&lt;br&gt;Das Seltene ist das besonders Schöne. Das zeigen schon Gold und Edelsteine. Als Musikhörer macht esuns zu Götzen des Teuren. Wir hören das Geld. Es bringt etwas in uns zum Schwingen. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;An manchen Stellen bricht beim Rückbau der AVUS-Autobahn das blanke Erdreich durch, märkisch-sandig, als ob es ungläubig aufatmet, sich strecken will, fruchtbar sein will. &lt;br&gt;Doch es wird wieder erstickt werden, damit viele Menschen in die Natur fahren können.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Man zweifelt als beobachtender Gärtner immer öfter an der Beschränktheit von Pflanzen.&lt;br&gt;Gewisse Formen der Anpassung und Täuschung setzen, genau besehen, komplexe Erkenntnisse vorausSo gibt es Wildpflanzen, die wie junge Dahlien aussehen und aus dem Dahlienbüschel herauswachsen. VergleichbaresSo-tun-als-ob bei Kräutern zwischen Erdbeeren oder Johannisbeeren. Das Wilde tut so, als sei es Kulturpflanze. Dochdas setzt voraus, dass das Wilde sich selbst von der Kultur unterscheiden kann. Die Ähnlichkeit soll ja offenbar davor schützen, gejätet zu werden.&lt;br&gt;Das setzt aber nun unerhörter Weise voraus, dass die Pflanze so etwas wie den Gärtner abstrahieren kann. Erst aus dieser Erkenntnis heraus macht es Sinn, Mimikry zu treiben. &lt;br&gt;Wir sind durchschaut, ohne uns, wie es dem zustünde,  darüber zu wundern.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Wenn im Film Verbrecher nette Leute sein sollen, nennt man sie Gauner.&lt;br&gt;Demagogie ist so einfach.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Und auch mal wieder ein neues Wort erfunden, für Urbanisierung: "Bestadtung".&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-225236189596933093?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/225236189596933093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/08/nr-48-august-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/225236189596933093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/225236189596933093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/08/nr-48-august-2011.html' title='Nr. 48, August 2011'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-5185492814694189640</id><published>2011-07-01T01:36:00.000+02:00</published><updated>2011-11-05T01:37:23.497+01:00</updated><title type='text'>Nr. 47, Juli 2011</title><content type='html'>Wir hatten schon immer überspannte Erwartungen an Griechenland.&lt;br&gt;Rein und weiß wünschte es sich Goethe und ignorierte die schon ihm bekannte Tatsache, dass die antiken Statuen ursprünglich bunt waren. &lt;br&gt;Griechenland war ein geistiger Fluchtpunkt, was ihm irgendwann wurscht war.&lt;br&gt;Fürst Pückler, der wie alle Freigeister seiner Zeit im Freiheitskampf der Griechen mitfieberte, reiste (im Unterschiedzum Dichter Wilhelm, Müller, dem Griechen-Müller) selber hin und war entsetzt über die Schludrigkeit der Verhältnisse.&lt;br&gt;Demokratie oder Baukunst waren da schon ziemlich heruntergekommen. &lt;br&gt;Haben wir überhaupt je zu Recht Sparta als spartanisch gerühmt?&lt;br&gt;Hat der Ruf, Wiege der Kultur zu sein, den Weg in den Euro-Klub zu früh geebnet?&lt;br&gt;Die bürokratischen, verfilzten Eliten, die Schattenwirtschaft, die keine Steuern zahlt - wäre das bei einem EU-Kandidaten blasserer Antike (Rumänien, Bulgarien) toleriert worden?&lt;br&gt;Vielleicht hätten sie schon mal ihre Götter nicht entlassen sollen. Den geschäftstüchtigen Hermes schon gar nicht.&lt;br&gt; Dafür gilt die mythische Dame Europa als Griechin, weil Geliebte des Zeus. Doch stimmt auch da was nicht. Die Phönizier, deren Prinzessin sie war, waren keine Griechen.&lt;br&gt; Europas Stammvater hieß wenigstens Phoinix, der Wiedergeborene.&lt;br&gt;Keine schlechte Idee.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Siehe da, denke ich wohlwollend, die alte, hohe Kunst der Rhetorik, auch eineder mählich verlumpten antiken Erbschaften, steht bei der Jugend nach SMS-begrenzter Maulfaulheit und "Ich geh Kino"-Kommunikations-Reduktion doch wieder hoch im Kurs.&lt;br&gt;In Pro und Kontra üben sich die Nachgeborenen Ciceros im ausgefeilten Argumentieren beim Bundeswettstreit "Jugend debattiert".&lt;br&gt;Ganz en passant streut der Bericht in der "Zeit" ein, dass in den Rededuellen das Los entscheidet, ob der Kandidatfür oder wider eine Sache streitet.&lt;br&gt;Ich lese es fünf Mal.&lt;br&gt;Das Los entscheidet, für welche Seite man argumentiert.&lt;br&gt; Die Teenager, die mal Anwalt oder Politiker werden wollen, trainieren, wie man von einer beliebigen Meinung überzeugt.&lt;br&gt;Das könnte auch gut "Jugend verdirbt" heißen.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Wer hätte hier im Abendlande je gedacht, dass "Tugend" zu einem Schimpfwort wird!&lt;br&gt;Vom "Tugendstaat" ist die Rede, der seine Bürger zu ökologischem Verhalten zwingt ("Öko-Diktatur), indem er ihnbeispielsweise die Energiewende teuer bezahlen lässt. &lt;br&gt;Aber der "Tugendstaat" kann mehr: er verbietet seinen Bürgern etwa auch das öffentliche Rauchen. &lt;br&gt;Tugend hat viele Härten. Der Staat wird zum Tugendwächter und damit (mal wieder) als Drangsal empfunden.&lt;br&gt;Doch um die Vernunft des Bürgers lässt sich nicht bitten.&lt;br&gt;Würde auf Einsicht und tugendhaftes Wollen allein gewartet und gewettet, käme nichts voran.&lt;br&gt;Gehst du zum Bürger, vergiss die Peitsche nicht!&lt;br&gt;Freiheitskämpfer polemisieren: Lasst euch nicht (vor allem von den Grünen) zu Gutem zwingen! Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andershandelnden.&lt;br&gt;Freiheit ist aber ökologisch destruktiv.&lt;br&gt; Unter einem grünen Kanzler, so droht der Begriff, werden Benzin- oder Tabaksteuer so weit ins Unziemliche wachsen, dasses nicht lange dauern wird, bis "Windstrom, nein danke!"-Buttons stolz getragen werden. &lt;br&gt;Tugend ist spießig, hört man. Was für ein Argument hätten damit die 68er Großvatergeneration gehabt, ihre Verstrickungen zu rechtfertigen! &lt;br&gt;Natürlich ist es keine Tugend, die Tugend mit Gewalt zu verbreiten.&lt;br&gt;Das hatten wir ja östlicherseits.&lt;br&gt;Die Definition sagt, dass der Tugendhafte "das Gute mit innerer Neigung" erfüllt.&lt;br&gt;Daran, dass dies im nennenswerten Ausmaßen funktioniert, glauben, wie es aussieht, selbst die Grünen nicht.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Eine innere Neigung zur Häme scheint vermehrt zutage zu treten.&lt;br&gt;Dass man es ja immer gewusst hat, dass auch Bio nichts taugt. Und endlich kriegen die Körnerfresser eins auf die Mütze.&lt;br&gt;Dass sie nun schön dasitzen in ihrem Japan mit der Kernschmelze. Das haben sie eben davon.&lt;br&gt;Die Häme will im Übrigen nichts weiter als sich selbst Recht haben zu lassen.&lt;br&gt;Lösungen sind ihr eigentlich wurscht.&lt;br&gt;Kommt sowieso nur der nächste Bockmist raus.  &lt;br&gt;Es ist immer ein gutes Gefühl, tatenlos Recht zu haben. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Andererseits fragt sich auch der Satiriker durchaus: was kann er noch essen? &lt;br&gt;An allem kann was dran sein. &lt;br&gt; Nun, unbelastet sind (unvollständige Aufzählung): Nougat-Pralinen, Salzstangen und Lackritzkonfekt.&lt;br&gt;Bei Bedenken vor dem Verzehr erhitzen!&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Viel zu wenig gewürdigt wurde, dass sich Windows nach vielen Jahren Penetranz von der Eieruhr als optischen Tröster verabschiedet.&lt;br&gt;Bekäme ich doch nur die Zeit zurück, die ich mit dem Betrachten der kleinen Grafik verbrachte! Das ergäbe sicher einen hübschen Urlaub.&lt;br&gt;Als ich sie zum ersten Mal sah, von der DOS-Welt aufsteigend in den neuen, schwerfälligen Komfort, wunderte ich mich, dass die Windows-Eieruhr sich immerzu drehte. &lt;br&gt;Wer nun einmal mit Eieruhren in der Wirklichkeit zu tun gehabt hat, etwa beim Eierkochen, der weiß, dass durch ständiges Drehen der Sand niemals vollständig auf eine Seite rinnen kann. Das Warten wird endlos und unentschieden.&lt;br&gt;Der Geist von Windows hatte seinen Ausdruck gefunden.&lt;br&gt;Gewartet wird immer und ewig. Jede neue Windowsversion ist monströs genug , die weiterentwickelte Hardware so auszulasten,dass niemals etwas schneller wird.&lt;br&gt;Für das weiterhin also benötigte Warte-Icon hat man nun eine Art illuminierten Anus ausgewählt. &lt;br&gt;Auch ihn zu deuten, fällt nicht schwer.   &lt;br&gt;Das Verschwinden der Eieruhr belegt indes auch einen Trend in der grafischen Darstellung auf Computerschirmen.&lt;br&gt; Bislang versuchten die Gestalter, alles immer irgendwie so gegenständlich aussehen zu lassen wie Dinge aus der wirklichen Welt, die eine ähnliche Bedeutung haben.Dateiordner waren eben als Icon kleine Aktenordnerchen.&lt;br&gt; Beim Kopieren flatterten Zettelchen durch die Luft.&lt;br&gt;Der Papierkorb war ein Papierkorb.&lt;br&gt;Oft gab es auch Türchen und Einfahrtverbotsschilder wie auf richtigen Straßen.&lt;br&gt;Das alles geht nun zu Ende.&lt;br&gt;Die virtuelle Welt emanzipiert sich.&lt;br&gt;Sie braucht keine Symbolik der Wirklichkeit mehr.&lt;br&gt;Sie wird nun beginnen, ihr eigenes Reich zu verkünden. Und die Dinge der Wirklichkeit werden fortan versuchen, den virtuellen zu ähneln.&lt;br&gt;Sind wir nicht alle auch ein bisschen Äpp?&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Lektüre: Mangels eindrucksvoller Neuerscheinungen lese ich noch einmal "Das Schloss" Kafkas.&lt;br&gt;Mit etwas ungutem Gefühl.&lt;br&gt;Im Kindle-eBook-Shop sind alle Werke Franz Kafkas gratis.&lt;br&gt;Ich muss jedes Mal, wenn ich es sehe, daran denken, dass fast die ganze Familie,die hätte Urheberrechte nutzen können, in Vernichtungslagern ermordet wurde.&lt;br&gt;Grundsätzlich wünschte Franz Kafka ohnehin gar keine Veröffentlichung.&lt;br&gt; Zumindest erscheint es mir unrecht, die großartigste Literatur, die je geschrieben wurde,als Freeware herauszupusten, als sei es Ramsch. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Nach einer Sichtung im Buchladen den Eindruck gewonnen, dass man in Rockergangs oder Sekten nur eintritt,um als Aussteiger ein Buch darüber zu schreiben.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Etwas Erzreaktionäres in mir, Chauvinistisches, Unaufgeklärtes, Niedriges sagt, so oft ich auch versuche hinzuschauen: "Frauen sollten nicht Fußball spielen."&lt;br&gt;Immerhin gebe ich es noch zu, solcherlei Stimmen in meinem Inneren zu hören.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-5185492814694189640?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/5185492814694189640/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/07/nr-47-juli-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5185492814694189640'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/5185492814694189640'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/07/nr-47-juli-2011.html' title='Nr. 47, Juli 2011'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-1691042746362312929</id><published>2011-06-01T01:37:00.000+02:00</published><updated>2011-11-05T01:39:11.571+01:00</updated><title type='text'>Nr. 46, Juni 2011</title><content type='html'>Provokateure müssen sich allmählich provoziert fühlen vom zunehmenden Mangel an Provokations-Möglichkeiten.&lt;br&gt;Genau besehen hat nur noch der alte Nazikram eine gewisse Potenz zur Erregung. Dann gehts aber immer gleichab wie Schmitts Katze. Ein Provokationsabhängiger wie Lars von Trier hat zu spüren bekommen, dass man da nichts dimmen kann.&lt;br&gt; Aber immerhin besser als gar nicht angeeckt. &lt;br&gt; Was bliebe ohne den Fundus des Entsetzens, den das Dritte Reichhinterließ? Die Welt würde fettnapffrei. Und keine wirksame Beschimpfung wäre mehr möglich.&lt;br&gt;Wir brauchen die Schatten des Bösen. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Erstaunt las ich, dass Osama Bin Laden und ich vom gleichen Jahrgang sind.&lt;br&gt;Wie unterschiedlich unsere Leben doch verliefen! &lt;br&gt;Wie ich meinen Zorn im Leben nur sehr gebremst an Unschuldigen und Schuldigen ausgelassen habe.&lt;br&gt;Auch habe ich mir den heimtückischen Trost der Religion versagt.&lt;br&gt;Zum Lohn für diese Entbehrungen werde ich nicht von Spezialeinheiten erschossen. Denn es töten nun auch schon Rechtsstaaten ohne Gerichtsverfahren drauf los.&lt;br&gt; Dies ist sicher der größte Erfolg meines schwarzen Jahrgangs-Schafes, des galligsten Wutbürgers überhaupt.Das angeschobene Projekt "Re-Barbarisierung".&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Lektüre: die Tagebücher des Grafen Harry Kessler, einsetzend 1918. Beeindruckende Multikompetenz, ob als Diplomat oder Kulturmanager.&lt;br&gt;  Bemerkenswert ist auch, wie er sich jeder Hysterie fernhält und eigene, vernunftbegründete Meinungen bildet. Teilweise sehr moderneAnschauungen über Europa, Kunst, Sitten. Toleranz gegenüber Utopien, wie man sie nicht mehr trägt. Ich erinnerte mich nun gelegentlich dieses Buches, wie es gelang, in uns Kindern die Ansicht zu installieren, dass einzig die Spartakusgruppe in der Novemberrevolution den Fortschritt verkörperte. Dabeihatte sie das Land nur beinahe in einen Bürgerkrieg verwickelt. Auch der Gedanke, man könne etwas erkämpfen, ohnedass es eine mehrheitliche Zustimmung hat, ist so unlogisch und engstirnig.&lt;br&gt; Kessler sieht das alles ganz klar und kann dennoch Liebknecht und Luxemburg Respekt bezeugen. Ein souveräner Denker.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Bei Wilhelm Busch gibt es den ewig durch äußere Störungen verhinderten Dichter Bählmann. &lt;br&gt;Wem heutzutage des Morgens ein Einfall zuströmt, muss vor allem hoffen, dass nicht ein Windows-Update den Schaffensrausch unterbindet. &lt;br&gt;  Updates sind wie Türgongs beim Sex. Es ist aus.&lt;br&gt;Microsoft tut, als ob ihm mein Rechner immer noch ein wenig gehört. Zwar heißt es leutselig, dass ich während der Installation der heruntergeladenen Updates getrost weiterarbeiten dürfe. Aber wenig später schon kommt die herrische Mitteilung, dass der Rechner ganz und gar verbindlich neu gestartet werden müsse. Neuerdings werden mir für die diesbezüglichefreie Willensentscheidung genau vierzehn (warum eigentlich nicht dreizehn?) Sekunden Bedenkzeit gegeben.Sollten diese ungenutzt verstreichen, werde auch ohne meinen freien Willen durchgestartet.&lt;br&gt;Kreatives Schreiben ist unter diesem Druck natürlich unmöglich. &lt;br&gt;Nicht auszudenken, wie viele poetische Meisterwerke Microsoft bereits verhindert hat!&lt;br&gt; Oder das ewig durstige Virenschutzprogramm, der Flashplayer, sonstige Plugins, auch das CD-Brennprogramm willimmer erst nach Updates schauen, bevor es zu Diensten ist. &lt;br&gt;Ich bin somit gleichermaßen paralysiert wie auch auf dem neuesten Stand.&lt;br&gt;Was diesen neuesten Stand ausmacht, erfahre ich nicht.&lt;br&gt;Als Gastbesitzer quasi,dem mit dem Kauf nur die zeitweise Betrachtung eines mit sich selbst beschäftigten Gerätes erlaubt wurde.&lt;br&gt;Wahrscheinlich wird vorausgesetzt, dass ich technische Erläuterungen sowieso nicht verstehe.&lt;br&gt;Und weil ich das nicht verstehe, gehört mir mein Rechner niemals ganz.&lt;br&gt;Was wollte ich eigentlich schreiben?&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Unser Gartenhäcksler nimmt, wie ich einmal mehr feststelle, nur schnurgerade Zweige auf. &lt;br&gt;Verzweigte Zweige sind wider seine Natur.&lt;br&gt;Ich muss also alles für ihn mundgerecht aufbereiten und habe mehr Arbeit als er.&lt;br&gt;Es gibt wohl Arbeiten, die wahrscheinlich nie von der Technik allein erledigt werden können. &lt;br&gt;Wie Bügeln. Jedes Hemd benimmt sich anders und vereitelt technische Routine.&lt;br&gt;Wir werden selber bügeln, solange es uns gibt.    &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Bevorzugt in italienischen Restaurants stellt sich der Eindruck ein, zum dortigen Aufenthalt nur missmutig geduldet zu sein.&lt;br&gt;Insbesondere, wenn wieder nur ein preiswerter Nudelteller bestellt wird statt der Kalbsleber in Salbeibutter.&lt;br&gt;Im Gesicht des Kellners steht mindestens der Vorwurf, seine Familie zu ruinieren.&lt;br&gt;Oder nur so allgemeine Verachtung gegenüber Geizhälsen, das Jeden-Tag-Gesicht.&lt;br&gt;Der Blick wird noch verächtlicher, wenn statt Wein ein alkoholfreies Industriegesöff bestellt wird.&lt;br&gt;Da ist das Ansehen nur noch mit Trinkgeld aufzuwiegen.&lt;br&gt;In den letzten zwei Jahren gab es, was mir ganz besonders nicht bekommen ist,  zwei Mal Anlass zur Beschwerde. In beiden Fällen (etwas Bestelltes war nach Stundenfrist nicht gebracht, vergessen oder verwechselt oder verweigert)erging der strenge Vorwurf an mich, den Gast, der ich das Personal falsch oder missverständlich gebrieft hätte.  Schließlich mache man keine Fehler.&lt;br&gt;Keine leichte Küche manchmal, die italienische.     &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Oberflächliche Menschen sind eindeutig glücksfähiger.&lt;br&gt;Die Sinnsuche im Leben ist wie so ein verflixtes Quantenobjekt. &lt;br&gt;Durch die Beobachtung erst entscheidet es seinen Status.&lt;br&gt;Mit der Suche nach Erhellung verdüstert man sich meist das Leben.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Eine Gruppe von Musikern ausgemacht, aus welcher meines Wissens noch nie jemand in einen Skandal (Drogen, Sex, Fahrerflucht, Scheidung etc) verwickelt war: Organisten.&lt;br&gt;Liegt es am Instrument, meist sakral ummantelt?&lt;br&gt;Ist es der ebenmäßige Klang?&lt;br&gt;Einem Organisten würde ich jedenfalls niemals zutrauen, dass er ein Hotelzimmer zerlegt. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Will sich das Fernsehen nun schon mal langsam verabschieden?&lt;br&gt;Mehrmals wurde mir in der Tagesschau schon ein Thema angeschnitten, doch nach einem knappen Satz folgte lediglich der Verweis: "Mehr dazu im Internet".&lt;br&gt;Überall hört man es nun. "Mehr dazu im Internet".&lt;br&gt;Was ist mit unserem Fernseher? Gibt es da bald gar nichts mehr zu sehen außer verpackten Hinweisen auf das wahre Leben im Netz?&lt;br&gt;Doch, verwackelte Handyfilme gibt es, aus dem Internet, aufgenommen in Krisengebieten, in die sich kein HD-Kamerateam traut.&lt;br&gt;(Auch) das Medium Fernsehen wird allmählich an das letzte Medium abgegeben.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Sich darüber zu empören, dass jemand sich über Nichtiges empört, ist ebenso nichtig.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Und beim Blättern im Kindle-Shop festgestellt, dass nach einigen Seiten schon gar nicht mehr nach Bestseller-Rang, sondern nach dem Alphabet gelistet wird.&lt;br&gt;Deswegen werden meine nächsten Bücher heißen müssen wie "Aale weinen nicht" oder (sicher ist sicher) "Aasgeier über Aachen".&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-1691042746362312929?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/1691042746362312929/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/06/nr-46-juni-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1691042746362312929'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/1691042746362312929'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/06/nr-46-juni-2011.html' title='Nr. 46, Juni 2011'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-7080535473364421455</id><published>2011-05-01T01:39:00.000+02:00</published><updated>2011-11-05T01:41:02.754+01:00</updated><title type='text'>Nr. 45, Mai 2011</title><content type='html'>Eine allgemeine Verzagtheit ist zu konstatieren.&lt;br&gt;In den Berichtszeitraum dieser Kolumne fällt beispielsweise der mit einem weltweitem Achselzucken begangene 50. Jahrestag des erstenWeltraumfluges eines Menschen. &lt;br&gt;Er wurde eindeutig überstrahlt vom Tschernobyl-Jubiläum.&lt;br&gt; Was kümmert heute der Schrott im All. Den Menschen fällt es schwer, ihre einstige Begeisterung zu verstehen. Niemand will heute mehr weiter fliegen als zum letztbesten Strand. GPS-gesteuert kutschiert der Mensch allerhöchstens, gebettet zwischen Airbag und Nackenstütze, ins nächstgelegene Shoppingcenter.&lt;br&gt;Es gibt auch keinen antreibenden Wettlauf der Systeme mehr.&lt;br&gt; Das übriggebliebene System hat finanztechnisch genug damit zu tun, sich selbst zu überleben. &lt;br&gt;Kurz: das Jubiläum der riskanten Tat des Juri Gagarin erwischte die Menschheit in der Phase des Verzagens.&lt;br&gt;Die Wunderwerke des Menschen, so zeigte sich zumal in Fernost, halten nicht und wenden sich gegen sie.&lt;br&gt;Gebranntes Kind scheut nun alle Feuer. &lt;br&gt;Fort mit den Gagarin-Denkmälern und auch gleich mit denen für Kolumbus, Lindbergh, Amundsen und Scott!&lt;br&gt;Gejubelt wird ab sofort nur noch für die Helden der Casting-Show. Die sind belanglos, verhängnislos.&lt;br&gt;Der Gedanke, allein zu sein im All, ist tröstlicher als die Aussicht auf noch eine kulturelle Konfrontation.&lt;br&gt;Mögen sich um den verdammten Himmel die Religionen streiten.&lt;br&gt;Die Sterne bleiben dabei zum Glück verschont.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Auch die amazon-Bestsellerliste für e-Books beschämt die Menschheit.&lt;br&gt;Unter der Diskretion des Online-Erwerbs zeigen sich die wahren Gesichter der Buchkunden.&lt;br&gt;Dutzende "Erotik-Bücher" auf den vorderen Plätzen. Dazwischen Goethe und Schiller,Nietzsche und Kafka, aber nur, wenn sie gratis angeboten sind. Gratis wird nämlich alles genommen.&lt;br&gt;Relativ weit vorn gerankt, obwohl, wie es diskret heißt, "nicht lieferbar" ist übrigens Hitlers "Mein Kampf".&lt;br&gt;Viel Platz für gute Bücher bleibt in der Hitliste nicht mehr.&lt;br&gt;Ich tröste mich damit, dass das e-Book-Angebot überhaupt noch sehr schmal ist. &lt;br&gt;Ohne diesen Trost würde ich vollends zum Misanthropen.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Am Sonnabend vor Ostern im karnickelstallvollen Edeka: Eine Dame durchwühlt erregt die vollgestopfte Eistruhe.&lt;br&gt;Ruft nach einer Minute verzweifelten Wühlens zu ihrem anderswo wühlenden Gemahl: "Die ham ja jar nüscht." &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Zu den Ratlosesten im Umgang mit neuen technischen Möglichkeiten gehören die Zeitungen. &lt;br&gt;Keine hat es so recht geschafft, ein überzeugendes Onlineangebot zu produzieren, das den Nutzungseigenartenvon Laptops oder Lesegeräten gerecht wird.&lt;br&gt;Meistens versuchen sie nur, die Zeitung ins Netz zu stopfen.&lt;br&gt;Dabei war sie schon in Papier unhandlich.&lt;br&gt;Unhandlich, von Werbung zugepflastert, sich nicht empfehlend erst recht im Web.&lt;br&gt;Immerhin aber haben sie alle gehört, dass man heute interaktiv sein müsse, und zwar weil es technisch geht und nur deshalb.&lt;br&gt;Also lassen sie nun jeden Artikel online diskutieren. &lt;br&gt;Als wären sie immer noch nicht vom Niveau der meisten Leserbriefe abgeschreckt.&lt;br&gt; Warum tun sie sich das an? &lt;br&gt;Diesen Rattenschwanz aus Eitelkeit, Häme, Besserwisserei, verschanzt hinter Tarnnamen. &lt;br&gt;Die alte Leserbriefseite in der Printausgabe brachte wenigstens nur Überschlafenes in begrenzter Dosis weit hinten. Aber jetzt schießt der Wutbürger aus der Hüfte sofort zurück auf allen Seiten.&lt;br&gt;Mancher Verleger glaubt bereits, die Beliebtheit des eigenen Blattes daran zu messen, wie viele Leser an ihm Anstoß nehmen.&lt;br&gt;Geradezu bedrohlich ist dabei der zwangsläufig entstehende Eindruck des Repräsentativen.&lt;br&gt;Das meist cholerisch-fatalistische Gepolter tut in summa, als sei es der Meinungsquerschnitt der Gesellschaft, die ergo aus cholerisch-fatalistischen Polterern bestehen muss. &lt;br&gt;So macht sich schleichend das Radikale hoffähig.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Lektüre: Im Allgemeinen reagiere ich buchabweisend, wenn ich bemerke, dass ein Biograf seinen Biografierten nur dazubenutzt, mal seine eigenen Anschauungen abzukippen. Ein Toter als Marionette eines Bewunderung heischenden Spielers.&lt;br&gt;Das ist immer ein bisschen Persönlichkeits-Missbrauch, Fledderei.&lt;br&gt;Eine Ausnahme habe ich nun doch gemacht mit der Lektüre von "Das denkwürdige Leben des Richard Wagner" des 1971 verstorbenen Ludwig Marcuse. &lt;br&gt;Dem geht es um die deutschen Verhältnisse und wohl eher gar nicht um Musik. Das macht das Buch ungerecht, abereinsichtsreich. Es geht um den Moder, in dem der Antisemitismus so verhängnisvoll keimte. Marcuse hat dieser schließlich auch verfolgt, das musste er sich vom Leibe schreiben.&lt;br&gt;Wie sich, besipielsweise, anno 1848 der revoltierende Untertan, erschrocken über seine Courage, dann doch ein bequemeres Feindbild zulegt alsdas einer Obrigkeit, der er ja doch am liebsten zu Kreuze kriecht.&lt;br&gt;Wie er etwas braucht, was nach Erlösung und Heldentum klingt. &lt;br&gt;Und das ist dann zum Beispiel Musik.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Mercedes wirbt für ein Auto, dass dem Fahrer auch noch sagt, wann er Pause machen soll.&lt;br&gt;Einer wie ich,  dem schon Navigationsgeräte zuviel Diktatur und Vormund sind, fragt nun, was mit unserer Elite los ist, die ich an Mercedes-Lenkrädern wähne.&lt;br&gt;Was gieren sie da, sich sämtliche Entscheidungen von Technik abnehmenzu lassen?&lt;br&gt; Ob sie sich im Auto nur vom Führungsstress erholen? &lt;br&gt;Entmündigung als Lustgewinn?&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Manche Gegenstände sind offenbar des Designs enthoben.&lt;br&gt;Formgestalter interessieren sich entweder nicht dafür, ihnen Aussehen zu verleihen, oderdie Gegenstände selbst verweigern sich dem gestalterischen Zugriff. &lt;br&gt;Es gibt zum Beispiel keine gut aussehenden Aquarien.&lt;br&gt;Die Fische müssen alles rausreißen.&lt;br&gt;Im Fachhandel bietet sich stets eine triste Kistenlandschaft liebloser Verschläge.&lt;br&gt;Ähnlich formlos geben sich die trostlosen Pyramiden derso genannten Grillkamine. Zu ihrer Herstellung wird auch ausschließlich der hässlichste Beton der Welt verwendet.&lt;br&gt;Gute Designer, denke ich mir, ahnen nichts vom gestalterischen Notstand auf dem Baumarkt. Sie verzehren ein Barbeque allerhöchstens an einer teuren gasgespeisten Edelmetall-Grillbarund wissen nichts von der Existenz dieser monströsen Bratwurst-Mausoleen.&lt;br&gt;Vielleicht ist beim Grillkamin der Tunnelblick des Benutzers ohnehin allein auf den Verzehr verkohlter Kadaver gerichtet, was braucht es da Design! &lt;br&gt;Die Scheußlichkeit des Kohlebeckens ist, um im Grillbild zu bleiben, wurscht.&lt;br&gt;Und das ja schon seit der Steinzeit.&lt;br&gt;Den Dingen Schönheit zu geben, hat im Hunger seine Grenzen.   &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Immer wieder beeindruckt, über welche Mengen Spielzeug Kinder heute verfügen. Und wie sie es nicht bemerken.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Wo gibt es Abenteuer, sollte jemand welche suchen?&lt;br&gt;Zu den Mutproben von heute gehört, etwas zu essen, dessen Verfallsdatum abgelaufen ist.&lt;br&gt;Ich erinnere mich an die Kindheit, da bei uns höchstens aufgedruckt war, wann etwas hergestellt, nicht wannes "verfiel". (Es war im Kleinen wie mit dem ganzen Land.)&lt;br&gt;Um die Genießbarkeit festzustellen, betrachtete man einfach die Speise oder roch daran. Mut empfanden wir nicht.Wurde uns schlecht, und das ist mir aus heutiger Sicht besonders merkwürdig, suchten wir eher in unserem Leichtsinn die Schuld als beim Hersteller des Verzehrten.&lt;br&gt;Der beschützte Verbraucher von heute ist hingegen merkwürdiger Weise bei weitem nicht unbekümmerter alsder Allesfresser von einst.  &lt;br&gt;Da bin ich beinahe wieder am Anfang dieser Kolumne.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Ach, ein neues Wort noch erfunden: "friedenstaub".&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-7080535473364421455?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/7080535473364421455/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/05/nr-45-mai-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7080535473364421455'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/7080535473364421455'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/05/nr-45-mai-2011.html' title='Nr. 45, Mai 2011'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7541694221292581900.post-3871441031850118798</id><published>2011-04-01T01:41:00.000+02:00</published><updated>2011-11-05T01:42:45.211+01:00</updated><title type='text'>Nr. 44, April 2011</title><content type='html'>Der Super-GAU der deutschen Kernkraftwerkslobby wäre ein grüner Bundeskanzler.&lt;br&gt;Noch etwas Plutonium, und der Letzte sehnt den ökologischen Wandel herbei.&lt;br&gt;Je furchtbarer die Katastrophenmeldungen aus den japanischen Pandorabüchsen, destogrößer wird die Sehnsucht im Volke nach heiler, grüner Welt.&lt;br&gt;Bei bleibendem Stromverbrauch, versteht sich.&lt;br&gt;Ob Windmühlen und Solarpaneele den Energiehunger verbrauchsorientierter Verbraucher sättigen können?  Kann es eine heile Welt geben, die gleichzeitig den Konsum anbetet? Die Menschen bezeichnen sich jazu gern als "Verbraucher" und bestehen auf Verbraucherschutz. Sie verbrauchen die Welt.&lt;br&gt;Die stärkste Metapher im japanischen Erdbebendrama bilden für mich übrigens die blauen Arbeitsanzüge der dortigen Regierung.&lt;br&gt; Die Blaumänner sollen offenbar zeigen, dass hier schwer gearbeitet wird. Indes signalisiert ein fleckenfreier, frisch gebügelter Arbeitsanzug natürlich das Gegenteil.&lt;br&gt;Aber die bewundernswert geduldigen Japaner ertragen auch PR-Verstrahlung.&lt;br&gt;Wann wohl wird Frau Merkel in adrett gerüschter Kittelschürze erscheinen?&lt;br&gt;Oder erscheint sie bald gar nicht mehr?&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Der Deutsche reagiert empfindlicher als der leidensfähige Japaner.&lt;br&gt;Hier zu Lande genügte schon eine Ethanol-Beimischung im Kraftstoff, um das Land in helle Aufruhr zu versetzen.&lt;br&gt; Verbraucheraufstand. Man möge doch bitte beim Verbrauchen der letzten Ölressourcen nicht behelligt werden.&lt;br&gt;Es gab mal wieder das deutsche Empörungs-Ritual: Penibel genau wie immer hatte jeder an der E10-Einführung Beteiligte den Höchstumfang an Verantwortlichkeit ermittelt, welche manihm schlimmstenfalls abverlangen könnte. Dass die Aufklärung des Verbrauchers nötig würde und ungeklärt war, dürfte ja jeder gesehen haben.Nur enthebt ein Blick in die eigene Funktionsbeschreibung vom Weiterdenken oder gar -Handeln.&lt;br&gt;"Dienst nach Vorschrift" heißt die preußische Disziplin des Stillestehens.&lt;br&gt;Kein Beteiligter in dienstlichen Abläufen sieht sich veranlasst, tätig zu werden, wenn es ihm persönlich nichts einbringt.&lt;br&gt;Die Autofahrer wiederum hatten sich ihrerseits auch exakt verhalten, wie es deutsche Gründlichkeit am Ende einer jeden Hierarchie verlangt:&lt;br&gt; - völlige Verweigerung, sich Informationen selbst zu beschaffen, &lt;br&gt;- sofortige Unterstellung von Bösartigkeit alles höheren Orts Verfügten bei gleichzeitiger Empörung über das Nichtgelingen des höheren Orts Verfügten.&lt;br&gt; Am Ende, wir sind ja längst dabei, wird auch E10 wie alle bitteren Pillen geschluckt werden, bald sicher unbeklagt zum doppelten Preis.&lt;br&gt;Wir funktionieren.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Ein Hauptvergnügen der nachwachsenden Generationen scheint, wie die nunmehrige Ächtung gewisser Webseiten zeigt, das Mobbing zu sein.&lt;br&gt;Der eigene Wert definiert sich aus dem Unwert des Anderen.&lt;br&gt;Ich warte, dass irgendein Zeitgeist-Seismograph "Die neue Lust am Denunzieren" titelt.&lt;br&gt;Das Internet bietet für alle sonst kulturell verdeckten Bosheiten des Menschen ein besonderes Moment der Entfesselung: die Anonymität.&lt;br&gt;Auch in ganz gewöhnlichen Foren wundert man sich jedes Mal aufs neue über den Giftbiss in den Postings, einen Biss, den man in der außernetzlichen Konversationseit einigen hundert Jahren eher selten befürchten musste. Die Höflichkeit erscheint in der Anonymität überflüssig.&lt;br&gt;Zivilisatorische Distanz und Höflichkeit müssten im Web also neu erschaffen werden. Nur sieht es danach eher nicht aus. &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Lektüre? Dies und das. Unterhaltsame Lebenserinnerungen der Claire Goll ("Ich verzeihe keinem"),eine Karl-Valentin-Biografie. Gut und schön.&lt;br&gt;Die Buchsuche wird immer schwieriger. Denn in der wirklichen Welt dünnen sich die Regale sehr aus. Buchhändler riskieren keineVorratshaltung mutmaßlich schwer absetzbarer Bücher. Und im Online-Buchhandel hat sich meist der Tand nach oben gerankt, und manmüsste die halbe Nacht das Angebot nach hinten durchklicken, bis man auf Lesenswürdiges stößt.&lt;br&gt;Immerhin habe ich etwas Erfolg, nachdem ich mir die gebrauchten Bücher, die nur noch 1 Cent kosten, zuerst anzeigen lasse.Nicht aus Geiz. Ich will sehen, was nicht mehr geschätzt wird.&lt;br&gt;Als interessant und verstörend beim Erwerb eines solchen Gebrauchtbuches erwies sich ein Stempel auf der Titelseite: "Makuliert. Entwidmet aus den Beständen derStadtbibliothek Charlottenburg". Es handelte sich bei dem "entwidmeten" Buch um die Lebenserinnerungen einer Journalistin. Helene Rahms schrieb über ihre Berufsausübung im Dritten Reich. Ihr Schreibantrieb hernach erwuchs offenbar aus dem Unverständnis der Nachgeborenen. Wie konnte man nur, fragten die eines Tages,mitmachen, mitlaufen? Der durchaus bemühte Versuch der Autorin, sich im Nachhineinmöglichst ehrlich darüber klar zu werden, scheitert dann freilich immer wieder am menschlichen Hang zur Rechtfertigung. "Wir schrieben mit geheimer Lust an der Kante des Erlaubten entlang". Nein, ein Vorbild ist Helene Rahms nicht.&lt;br&gt;Aber gleichwohl legen ihre (sehr plastischen) Beobachtungen frei, wie ablief, was man so die "Gleichschaltung der Presse" nennt.Ich habe das noch nie so genau beschrieben gefunden.&lt;br&gt; Das Netz, in dem sie alle eingesponnen waren, in dem sie sich ihr Gewissen zurechtfalteten, das alles sieht man einmal.&lt;br&gt; Ein Buch also, aus dem man lernen kann. &lt;br&gt;Lernen könnte, wenn nicht... Warum nur mögen die Erinnerungen einer Mitläuferin "entwidmet" wordensein? Warum entzog die Bibliothek dieses Buch?&lt;br&gt;Wollen und sollen alle etwa nur von Helden des Widerstands lesen und so gar nichts über sich selbst? &lt;br&gt;Na, zum Glück werden Bücher wenigstens nicht mehr verbrannt, sondern online vertickt.  &lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Das aufregendste Dufterlebnis, das die deutsche Hauptstadt derzeit zu bieten hat, ist eine Rolltreppenfahrt in derGalerie Lafayette.&lt;br&gt;Sie führt direkt von der Parfümabteilung zum Fischbüffet.&lt;br&gt;Vor allem der mittige Übergang ist aufregend. Es riecht nach einem Luxusdampfer, der gemächlich im Brackwasser versinkt.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Themen sind, wie schon erwähnt, nicht unsterblich. Karl-Theodor darf im Windschatten der Atommeiler ausruhen und Kräftesammeln. Erst spät ging es mir auf, dass er wiederkommen MUSS.&lt;br&gt; Es war just, als ich von einem Gastwirt las, der als Zeichen der Treue fest zu zu Guttenbergeinen Wanderweg nach Karl-Theodor bezeichnete. "Es habe doch jeder mal geschummelt", sagte er zur Begründung seiner Verehrung.&lt;br&gt;Hier hatte jemand seinen Leitstern entdeckt!&lt;br&gt;Das fehlte doch tatsächlich gerade noch:  eine Partei der Schummler, also der Steuerbetrüger, Lebensmittelpanscher, Übersohrhauer, sämtlicher Scheinbarer, Mehr-Schein-als-Seiender!&lt;br&gt;Deren Partei, sollte man sie gründen, wäre sicher mehrheitsfähig.&lt;br&gt;Alles spricht bei Karl-Theodor für Laufzeitverlängerung statt Abklingbecken.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Mittlerweile ist mir, was sehr entspannt, klar geworden, warum Beziehungsdramen in Theater (besonders da) und TV mich oftso anwidern.&lt;br&gt;Erstens stellen die Akteure immer nur Ansprüche an den Partner, nie an sich selbst.&lt;br&gt;Und zweitens  verlangen sie von der Beziehung Perfektion, welche zu erwarten ihnen ja die Warenwelt als berechtigtenAnspruch einflüstert. Das hat man, siehe oben, vom Verbraucher-Sein. Da wird reklamiert, was nicht Top ist. &lt;br&gt;Daraufhin perfektionieren sie ebenso den Hass aufeinander als optimiertes Produkt pathologischen Verlangens.&lt;br&gt;Das ganze dumme Zeug mag ich nimmer sehen.&lt;br&gt;Man müsste mal ein Lob auf das Unvollkommene formulieren. Denn nur darin können wir uns finden.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;Das Leben ist insofern eine Achterbahn als die überwindbaren Hügel immer kleiner werden.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.frank-rawel.de/pic/flp2.jpg" alt="Flaschenpost-Logo" style="width:50px" border="0"&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7541694221292581900-3871441031850118798?l=rawels-flaschenpost.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/feeds/3871441031850118798/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/04/nr-44-april-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3871441031850118798'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7541694221292581900/posts/default/3871441031850118798'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rawels-flaschenpost.blogspot.com/2011/04/nr-44-april-2011.html' title='Nr. 44, April 2011'/><author><name>Frank Rawel</name><uri>https://profiles.google.com/107527806680098690178</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh3.googleusercontent.com/-luhl0_Wp81o/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAkE/q0rehZKdKh4/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
